Asylbewerber unterstützten den Bauhof
Äthiopier packen mit an

Sechs Äthiopier sind seit Montag für gemeinnützige Arbeiten beim städtischen Bauhof tätig. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
28.03.2015
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"Die Flüchtlinge wollen arbeiten und haben persönlich bei uns angeklopft", berichtete Außendienstleiter Karl Frey. Seit Montag sind sechs Äthiopier, die wenige Wochen vor Weihnachten in der Langen Gasse einzogen und eifrig den Deutschunterricht bei der Volkshochschule besuchen, beim städtischen Bauhof tätig.

Laut Gesetz dürfen die jungen Männer gemeinnützige Arbeiten verrichten, und die gibt es in einer Großgemeinde mehr als genug. Für die jungen Männer Gemechis Kedir Tosa, Neguse Haile, Seifudin Kelil Abdulahi, Fuad Yasim Idris, Fadeis Bereka Huse und Mohammed Jamal Alli ist diese Einbindung in einen arbeitstechnischen Betriebsablauf eine gute Möglichkeit, Land und Leute besser kennenzulernen.

Sie werden zur Sauberhaltung von Kinderspielplätzen und Anlagen eingesetzt, informierte Frey. Dabei handelt es sich um Arbeiten, die die Mitarbeiter des Bauhofs aus Zeitmangel nicht mehr erledigen können. Insgesamt 30 Stunden dürfen die Asylbewerber eingesetzt werden. Zukünftig sind sie Montag, Dienstag und Mittwoch am Bauhof beschäftigt und Donnerstag und Freitag besuchen sie den Deutschunterricht. Die Verständigung jedenfalls klappe schon ganz gut, meinte Frey.

Voller Stolz präsentierten sich die Äthiopier in ihrer orangefarbenen Arbeitskleidung. Neuland betritt die Stadt damit nicht. Bereits vor Jahren, als die ersten Flüchtlinge in Waldau untergebracht wurden, nahm der Bauhof einige Männer in seine Reihen auf. Jetzt können sich die sechs Neuen in die Gesellschaft einbringen und brauchen ihre Zeit bis zum Abschluss des Asylverfahrens nicht bloß absitzen. Mit ihren Anzügen sind die Äthiopier jedenfalls ganz klar als Bauhofmitarbeiter zu erkennen. Verwechslungen daher ausgeschlossen.
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