Aufgeregte Abc-Schützen

In der ersten Schulstunde waren einige Abc-Schützen schon ganz eifrig bei der Sache. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
16.09.2015
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Auf die Vohenstraußer Abc-Schützen prasselte am ersten Schultag viel Neues ein. Die meisten der 60 Mädchen und Buben nahmen es jedoch ganz gelassen. Aufgeregter waren da schon die Eltern und Großeltern, die den großen Schritt in den neuen Lebensabschnitt begleiteten.

Ein wichtiges Erlebnis war der erste Schultag aber auch für Rektorin Margit Walter, die nach einer kurzen Pause wieder an ihren ehemaligen Wirkungsort zurückkehrte. Nach 17 Jahren hieß es ebenfalls für Grundschullehrerin Manuela Prem wieder Neuland mit Abc-Schützen zu betreten. In den zurückliegenden Jahren war die beliebte Pädagogin meist in den dritten und vierten Jahrgangsstufen eingesetzt. "Ich bin genauso aufgeregt wie ihr", sprach sie ihren zehn Buben und acht Mädels in der 1 a im Klassenzimmer im ersten Stock Mut zu. Die Eltern trafen sich derweil mit der Rektorin in der Turnhalle, um alle wichtigen Informationen für die ersten Schultage zu erhalten.

Unruhige Nacht

Die wenigsten Grundschüler dürften in der Nacht zuvor ruhig geschlafen haben. "Ich habe kein Auge zugekriegt, und dann hat auch noch mitten in der Nacht der Wecker geklingelt", erzählte Leonie bereitwillig. "Wir haben ein Hochbett gebaut, und jetzt schläft meine Schwester oben und ich unten. Ich habe fest geschlafen", berichtete Linda. "Ich habe mit meinen Eltern gefrühstückt und dann sind wir losgefahren", nahm Phillip seinen ersten Schultag ganz cool.

Wer denn schon lesen könne, fragte die Lehrerin in die Runde und schon schnellten einzelne Finger in die Höhe. "Ich kann nur russisch lesen", meinte Elizaveta, die aber ausgezeichnet deutsch spricht. Piraten, Fußballer, Haifische, Rennautos und vor allem bei den Mädchen Meerjungfrauen zierten die großen Schultüten, die prall gefüllt waren. "Seid ihr schon bereit für die erste Hausaufgabe?", fragte die Lehrerin und erhielt ein zustimmendes "Ja". Die meisten Kinder kannten sich schon und setzten sich nebeneinander, nur einzelne saßen an ihrem Tisch alleine. Das werde sich aber schnell ändern, versprach Prem.

In der katholischen Kirche hatten zuvor die Stadtpfarrer Alexander Hösl und Peter Peischl die Erstklässler mit ihren Geschwistern, Eltern und Großeltern zu einer kurzen Andacht mit Segnung empfangen. Sogar einige ehemalige Freunde aus dem Kindergarten waren in der Chorgemeinschaft mit den Erziehern dabei. "Wir feiern heut ein Fest" sangen die Kinder.

Voller Vorfreude

Die Erstklasslehrer Manuela Prem, Rudolf Künzl und Ingrid Jesse nahmen die Kinder wenig später in den Klassenzimmern in Empfang, nachdem die Kinder mit ihren Ranzen auf den Rücken und voller Vorfreude den Weg zur Grundschule hinter sich gebracht hatten. Erleichtert nahmen die Eltern nach gut einer Stunde ihre Schützlinge wieder in Empfang.
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