Bagger rücken in Eglseestraße an

In der Eglseestraße geht es mächtig rund. Die städtischen Bauhofarbeiter verlegen neue Kanal- und Wasserrohre. Knapp 150 000 Euro investiert die Stadt für diese Straßenbaumaßnahme. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
26.06.2015
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Mit der gewohnten idyllischen Ruhe ist es derzeit bei den Bewohnern der ersten Häuserzeile in der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft an der Eglseestraße vorbei. Schon am frühen Morgen wecken Baumaschinen die Anwohner auf.

Denn in der Eglseestraße laufen derzeit einschneidende und umfangreiche Straßensanierungs-Maßnahmen. Die städtischen Bauarbeiter graben sich mächtig durch die Straße, um die in die Jahre gekommenen Kanalrohre auszutauschen und neu zu verlegen. Fast könnte man vermuten, die Vohenstraußer Innenstadt bekomme einen Tunnel oder U-Bahn-Anschluss, scherzten Beobachter.

Bauplätze begehrt

Rund vier Meter tief liegen die Kanal- und Abwasserrohre vor Frost sicher geschützt. Baggerschaufel um Baggerschaufel frisst sich die schwere Maschine in den Boden. Das angrenzende Grundstück gegenüber der Bebauung auf dem freien Feld mit über 3000 Quadratmetern wurde von der Baugenossenschaft an die Stadt verkauft und die teilte es flugs in Bauparzellen ein. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer zeigte sich froh darüber, dass nun diese jahrzehntelange Baulücke geschlossen werden kann.

Bewerber um diese Plätze gebe es jedenfalls genügend. Drei der vier Grundstücke seien schon so gut wie verkauft. Die Größen reichen von 645 bis 1003 Quadratmeter. Darauf sollen in Kürze Einfamilienhäuser entstehen. Vor allem die Nähe zum Stadtkern und dem angrenzenden Bildungshügel scheint das Gebiet für Bauwillige besonders interessant zu machen. Gebaut kann zudem auch auf dem früheren Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde werden, das an den unmittelbar unterhalb angrenzenden Südweg stößt, teilte das Stadtoberhaupt mit.

Der Straßenneubau zieht sich auf einer Länge von 140 Metern. Die Fahrbahn wird im Zuge der Maßnahme auf sechs Meter ausgebaut und erhält einen zwei Meter breiten Gehweg. Rund 75 Meter des Gehwegs werden erneuert und reichen bis zum ehemaligen Poschenrieder-Spielplatz, auf dem ebenfalls schon eifrig Bauhandwerker zugange sind.

Entlang der Häuserzeilen erneuern die städtischen Bauarbeiter gleichzeitig alle Hausanschlüsse mit DN-100-Rohren (4 Zoll). Rund 200 Meter dieser Rohre verschwinden in der Erde für die unterirdische Infrastruktur. Damit auch die Entwässerung klappt, kommen im gleichen Atemzug 95 Meter neue 12-Zoll-Kanalrohre in die Straße. Für die Maßnahme hat die Stadt reichlich Geld in den Haushalt gestellt. Um die 70 000 Euro verschlingt der Straßenausbau, die Gehwegerneuerung berechnete Außendienstleiter Karl Frey mit 10 500 Euro, die Wasserversorgung gibt der Fachmann mit 36 000 Euro an und für die neuen Abwasserleitungen sind 28 500 Euro anberaumt. Insgesamt dürfte die Ausbaumaßnahme demnach mit 145 000 Euro über die Bühne gehen.

Neue Nachbarn statt Grün

Bis der Straßenzug wieder ohne Probleme befahrbar sein wird, dürfte der Sommer vergehen. Wenn alles gut läuft, peilt Frey Ende August die Fertigstellung an. Eine Umstellung bringt die Bebauung für die angrenzenden Bewohner der Baugenossenschaft, die bisher die freie Sicht mit viel Grün schätzten und jetzt etliche neue Nachbarn bekommen.
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