Bauland auf der "Sommerwiesen"

Auf rund 9,2 Hektar erstreckt sich das neue Baugebiet "Sommerwiesen" zwischen der Tulpenstraße und der Firma Bauklotz (im Hintergrund). Geschätzte 70 Bauplätze stehen dann zur Verfügung. Die umliegenden Gewerbegebiete machen allerdings Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. Bilder: ck (2)
Lokales
Vohenstrauß
01.08.2015
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Vohenstrauß will weiter wachsen und rüstet sich - was Bauland betrifft - für die kommenden 20 Jahre. Im neuen Baugebiet "Sommerwiesen" am Ostrand der Stadt sollen auf rund 9,2 Hektar etwa 70 Bauparzellen entstehen. Allerdings gilt es vorher noch, einige Probleme aus dem Weg zu schaffen.

Geschäftsleiter Alfons Sier erklärte den Stadträten am Donnerstag, dass die Stadt sämtliche Fachstellen befragte, ob es grundsätzliche Einwände gegen das geplante Baugebiet am östlichen Ortsrand (zwischen Bauklotz und Tulpenstraße) gebe. Die bestehenden Gewerbegebiete im Umfeld des geplanten Areals würden laut einem Gutachten Lärmschutzmaßnahmen erforderlich machen.

Die Grenze zum Baumarkt und ein Teilbereich hin zur Waidhauser Straße müssten demnach mit einem drei Meter hohen Lärmschutzwall ausgestattet werden. Darüber käme laut Sier eventuell noch eine 1,5 Meter hohe Lärmschutzwand. "Das wäre optisch nicht schön, auch wenn man es begrünt." Die Verwaltung tüftelt an Lösungen. Im Gespräch sei laut Verwaltungsleiter zum Beispiel ein Spielplatz im Bereich des Lärmschutzwalls. Ein komplettes Grundstück, das durch die Lärmschutzmaßnahmen dann unverkäuflich würde, könnte man für Stellplätze und Garagen mit einer Photovoltaikanlage nutzen. Auch an ein kleines Heizkraftwerk werde in diesem Bereich gedacht.

Abgeschirmt wohnen

Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier, der die Sitzung leitete, regte an, dass die Bauherren selbst in die Gestaltung des Walls einbezogen werden könnten. Die Meinungen zum Lärmschutzwall gingen im Stadtrat auseinander. Sier erklärte, dass es auch bauwillige Interessenten gebe, die gerade solche Grundstücke bevorzugen würden, weil sie dadurch abgeschirmt wohnen könnten.

Am Ende stimmten alle für die Aufstellung des Bebauungsplans "Sommerwiesen". Aus der anfangs geplanten Fläche von rund 2,9 Hektar sind nun 9,2 Hektar geworden. "Damit", so meinte der Geschäftsleiter, "haben wird die nächsten 20 Jahre vermutlich unsere Ruhe." Probleme gibt es bei der geplanten Errichtung des neuen Edeka-Markts im Bereich Fliederstraße/Waidhauser Straße. Die W.I.V. Exclusivbau Bauträger GmbH hat ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, das prüfen soll, ob eine fünfte Ein- und Ausfahrt am Kreisverkehr möglich wäre.

In einem weiteren Gutachten geht es um den Lärm, der durch den Supermarkt die Bewohner der Fliederstraße stören könnte. Sier verdeutlichte das Dilemma: Sollte eine Lärmschutzwand erforderlich werden, müsse sich die Stadt überlegen, ob man den Bauplänen noch zustimmt. Der Bauträger ließ durchblicken, dass er seine Pläne zügig umsetzen werde, wenn beide Gutachten positiv bewertet werden.

Gutachten abwarten

Der Stadtrat beschloss die Aufstellung eines Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren. Das Bauleitverfahren wird erst eingeleitet, wenn die Zu- und Abfahrt zum Lebensmittel-Vollsortimenter sowohl für den Anlieferverkehr als auch zu den Kundenparkplätzen gesichert ist und das Lärmgutachten keine negativen Auswirkungen erwarten lässt.
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