Betoniertes Herzstück

Lokales
Vohenstrauß
04.04.2015
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Die Firma Schnurrer aus Weiden lieferte am Dienstag mit einem Sattelschlepper das riesige Regenüberlaufbecken in den Braunetsriether Weg. Für das Bauunternehmen Markgraf war der Einbau wegen des stürmischen Winds und der schauerartigen Regenfälle ein gefährliches Abenteuer.

Bei so einem Wetter wird deutlich, was die Arbeiter leisten. Peitschender Regen erschwerte zum orkanartigen Wind das Abladen des betonierten Giganten, der das Herzstück der gesamten Baumaßnahme bildet. Seit September laufen die Tiefbauarbeiten für einen Abwasser-Entlastungssammler der Stadt.

Zahlreiche Wasserschäden

Über Jahre hinweg waren die Anwohner immer wieder bei starkem Regen vom Überstau betroffen. Damit gehören die Wasserschäden der Betroffenen bald der Vergangenheit an. Doch auch die weitere Erschließung im Gewerbe- und Industriegebiet "Vohenstrauß Ost" sei ein Grund für diese 900 000 Euro teure Investition, inklusive der Baunebenkosten.

Unter Aufsicht von Projektleiter Dietmar Hammerl von der Bamler Bauingenieur GmbH wurde der Koloss mit schweren Eisenketten in die Baugrube gehoben. Das Bauwerk ist 4,40 Meter lang und 3,40 Meter breit sowie 3,10 Meter hoch und wird zukünftig die Aufgabe haben, die große Mischwassermenge, die aus dem östlichen Braunetsriether Weg, aus dem Gewerbegebiet und aus dem seit längerem bestehenden Waidhauser Gewerbegebiet ankommt, aufzuteilen.

Ein Teil dieser Abwassermenge fließt demnach über rund 430 Meter lange Stahlbetonrohre zu einem neu geschaffenen Regenrückhalteteich mit einem Volumen von 1700 Kubikmetern und wird dadurch gedrosselt zum Vorfluter "Sautradlbach" befördert.

Elektronische Messung

Ein anderer Teil der Abwassermenge wird über einen langen Abwassersammler mit einer Gesamtlänge von 1500 Metern zum vorhandenen Sammelbecken beim Sägmühlweg aus Richtung Fiedlbühl und weiter zur Vohenstraußer Kläranlage geleitet, informierte Hammerl detailliert über die Funktion dieses Betonwerks. Im neuen Regenüberlaufbecken werde eine elektronische Messung mit Verbindung zur Kläranlage eingebaut. Damit könne dann genau der Beckenüberlauf bei einem Regenereignis sowie die gesamte Überlaufmenge des Regenwassers erfasst werden.

Die elektronische Messung sowie die Einbindung in die Fernwirkanlage der Kläranlage werden von der Firma CAR Mess-Systeme Dorrer aus Bodenwöhr eingebaut. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer und Außendienstleiter Karl Frey ließen sich die spektakuläre Abladeaktion nicht entgehen und waren trotz des "Sauwetters" persönlich vor Ort.
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