Bewegende Adventsfeier der Krebsselbsthilfegruppe - Leiterin Lotte Hofmann galt großer Dank für ...
Krankheit als Prüfung sehen

Was mag das neue Jahr bringen? Für die Mitglieder der Krebsselbsthilfegruppe ist diese Frage besonders bewegend. Der Nikolaus sorgte für kleine Überraschungen bei der Adventsfeier im Rotkreuzhaus. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
23.12.2014
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"A urige Weihnacht, a Weihnacht wia's früher war, die Stub'n voll Kerzenschein. Möcht wia a kloanes Kind, noch mal so sein", davon träumen bestimmt viele Erwachsene dieser Tage, wenn sie abseits der Hektik zur Ruhe kommen. Die Geschwister Sandra und Matthias Hofmeister aus Tröbes stimmten dieses Lied der "Ursprung-Buam" am Sonntag im Rotkreuzhaus bei der Adventsfeier der Krebsselbsthilfegruppe an. Man könne es kaum glauben, dass die Weihnachtszeit schon wieder vor der Tür stehe, wunderte sich Leiterin Lotte Hofmann. Maria Singer aus Altenstadt, Richard Knechtel und Lilly Werner aus Vohenstrauß verstarben dieses Jahr.

Alle, die sich in dieser Gruppe organisieren, hätten mit einer schlimmen Krankheit zu tun, sagte der evangelische Stadtpfarrer Peter Peischl. "Welchen Ausgang nimmt diese Geschichte?" Er wünschte, das Wichtige von weniger Wichtigem zu unterscheiden, denn die Hauptsache sei doch Gesundheit. Die Adventszeit biete die Möglichkeit, sich vorzubereiten. "Der Heiland kommt, gehen wir ihm entgegen." Peischl beklagte, dass sich niemand mehr an die Zeit halte. Früher hieß es: "Kathrein stellt den Tanz ein." Heute schere sich niemand mehr darum. Helfen könne auch in Blick in die Krippe. Kaplan Sebastian Scherr, der die Grüße des erkrankten Dekans Alexander Hösl überbrachte, empfahl, die Krankheit als Prüfung für das Gottesreich anzunehmen, dann könnten sie aus ganzem Herzen singen: "Christus der Retter ist nah." Die Höhen und Tiefen einer Krankheit sprach auch Bürgermeister Andreas Wutzlhofer an. Die 365 Tage des Jahres seien viel zu schnell vergangen. Der Gemeindechef bedankte sich bei Hofmann, die trotz der schweren Erkrankung ihres Ehemanns Heinz diese Adventsfeier organisiert habe. Die Ängste der Kranken, was wohl im neuen Jahr kommen werde, versuchte Wutzlhofer mit Hilfe eines irischen Segenspruchs einzudämmen, in dem es unter anderem heißt: "Dass jeder deiner Tage froh und zuversichtlich beginne, dass deine Wege nicht zu steil und nicht zu steinig seien und dich ein Engel stets begleite." Johanna Fischer erzählte eine ausgefallene Weihnachtsgeschichte, die von einer Gans handelte, die am Heiligen Abend nicht, wie befürchtet, in der Bratpfanne landete. Mit frohen Liedern wurde schließlich der Nikolaus (Berthold Kellner) empfangen, der viel Gutes über die Vereinigung zu berichten wusste. Hofmann galt besonderer Dank. Edda Gäbl überreichte ihr ein Geschenk, verbunden mit der Bitte, sie möge noch lange für die Gruppe da sein. Die Leiterin war zu Tränen gerührt.
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