Buchhandlung Rupprecht stellte bei Weinleseabend interessante Neuerscheinungen vor - 17 Titel ...
Die richtige Lektüre für Wintermonate

Lokales
Vohenstrauß
28.10.2014
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Ein Buch in die Hand zu nehmen bleibt Gefühls- und Herzenssache, denn Geschichten faszinieren und inspirieren. Einige dieser literarischen Schätze stellten Maria Rupprecht und ihre Mitarbeiter Melissa Meindl, Evi Wittmann und Johannes Beugler rund 120 Zuhörern beim Weinleseabend in der Buchhandlung in der Bahnhofstraße vor.

Hilfe bei der Auswahl

Eine kleine Entscheidungshilfe in der unüberschaubaren Fülle der Neuerscheinungen bot Rupprecht an diesem Abend. Bei "Die Lügen der Anderen" von Mark Billingham handle es sich um einen Psychothriller, der einen Sog beim Lesen entwickle. Nicht umsonst feiere das Buch in England einen großen Erfolg. Billingham brauche keine Gewalt und keine zerstückelten Leichen, um Spannung zu erzeugen.

17 lesenswerte Titel stellte das Team vor. Bei einem Glas Südtiroler Tramin-Weißwein oder einem Merlot und Knabbereien lehnten sich die Besucher zurück und hörten entspannt zu. Nah gehe auch die Geschichte des atmosphärischen Debütromans von Hannah Kent "Das Seelenhaus", der 1828 spielt und das aufwühlende Geschehen um die Magd Agnes schildert, die ihren Dienstherrn und einen weiteren Mann brutal ermordet haben soll. Ein fesselnder Roman, der auf wahren Begebenheiten beruhe. Eine autobiografische Abhandlung verbirgt sich hinter "Alle Toten fliegen hoch", in dem Joachim Meyerhoff von einer Reise aus der norddeutschen Provinz in die Weiten des amerikanischen Westens berichtet. Von ihm stellte Rupprecht noch einen zweiten Band vor: "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war. " Darin berichtet der Autor über seine behütete Kindheit mitten unter psychisch Kranken, denn sein Vater war Direktor einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. Unter dem Titel "Die Würde ist antastbar" sind die von Ferdinand von Schirach im "Spiegel" veröffentlichten Essays in einem Band zusammengefasst.

In seinem Roman "6 Uhr 41" schickt Jean-Philippe Blondel zwei Ex-Liebende auf eine gemeinsame Reise. Spannend liest sich auch die Erbauungsliteratur "Glückskind" von Steven Uhly. Von einem der erfolgreichsten Gegenwartsautoren wählte Melissa Meindl das Werk von Guillaume Musso "Vielleicht morgen" aus. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Bei einem Flugzeugabsturz überlebt 1980 nur ein namenloses Baby. Zwei Säuglinge im gleichen Alter sind jedoch auf der Passagierliste vermerkt. Wer darüber Genaueres erfahren möchte, muss sich den Band "Das Mädchen mit den blauen Augen" kaufen. Lange im Gedächtnis blieben Meindl die Titel "Einfach unvergesslich" und "Ich und die Menschen".

Wittmann empfahl den Besuchern den Familienroman "Zwölf Leben", den Ayana Mathis vor dem politischen und historischen Hintergrund der großen Migration schrieb, und das Werk "Nachbarn" von Madeleine Prahs, das vom Mauerfall und den Konsequenzen berichtet. Wer an geschichtlichen Aufzeichnungen interessiert ist, sollte sich das von Johannes Beugler empfohlene "Welt in Flammen" von Benjamin Monferat zulegen. Hinter dem Pseudonym versteckt sich ein erfolgreicher deutscher Autor. Als Krimi-Tipps legte Beugler den Gästen die Bücher "Der Schwimmer" und "Die Akademiemorde" ans Herz.

Nachbar Ove

Das Buch von Frederik Backmann "Ein Mann namens Ove" brach in Schweden bereits sämtliche Rekorde und ist inzwischen in über 30 Sprachen übersetzt worden. Es erzählt die Geschichte von Ove, der in einer Reihenhaussiedlung wohnt, und den - auf den ersten Blick - niemand zum Nachbarn haben möchte. Der Alltag dort ist damit alles andere als langweilig, wusste Beugler, der diese Lektüre anpries.
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