Bürgermeister: Biberjagd an der Abwasserbeseitigungsanlage offiziell genehmigt
Tierschutz nagt an den Nerven

Bauhofmitarbeiter Johann Moritz ist für die Stadt auch in Sachen Biber im Einsatz. Er stellt die Fallen auf und bestückt sie mit Futter. Bei seinen Kontrollen hat er bereits mehrere Male festgestellt, dass die Käfigtüren entriegelt und die braunen Nager wieder freigelassen wurden. Bild: ck
Lokales
Vohenstrauß
06.12.2014
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Der Biber, der seit Jahren rund um die Abwasseranlage in der Breiten Wiesen sein Unwesen treibt und mittlerweile zwei Nachwuchsgenerationen um sich schart, darf schon seit November 2013 hoch offiziell von der Stadt gejagt werden. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer schnitt dieses Thema bei der Stadtratssitzung am Donnerstag an, weil er sich über die Unvernunft einzelner Bürger ärgert und weiteren Schaden von der Stadt abhalten möchte.

Er schlug dabei erstmals härtere Töne an: "Selbst ernannte Tierschützer schießen über's Ziel hinaus und befreien den Biber aus der Falle." Dies sei nun schon mehrere Male passiert. Diese Leuten müssten künftig mit Konsequenzen rechnen, denn der Stadt entstünde finanzieller Schaden, wenn die Tiere weiter ungehindert Hölzer annagen und damit Abflüsse zubauen. Seit wenigen Tagen laufe zum Beispiel der Schönungsteich aus, was vermutlich auf Familie Biber zurückzuführen sei.

Die Stadt habe die Erlaubnis von der Unteren Naturschutzbehörde eingeholt, die sechs bis sieben Mitglieder dieser Nager-Familie in dem Gebiet zu jagen. Ein Mitarbeiter der Stadt mit Jagdschein sei mit der Sache beauftragt. Er kontrolliert früh und abends die Fallen, die an wechselnden Orten aufgestellt werden. Die Unvernunft der Tierschützer will der Bürgermeister nun nicht länger hinnehmen. "Deswegen meine Bitte an diejenigen, die es vielleicht gut meinen mit den Tieren: Lasst es sein. Für uns ist der Biber eine Plage!"
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