Christa Wildenauer überreicht bei Infoabend 3000 Euro für Pfarrheimneubau
Hoffen auf weitere Spenden

Lokales
Vohenstrauß
25.10.2014
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Bei einem Informationsabend stellte Architekt Josef Schönberger aus Tännesberg die Planungen für das neue Pfarrheim der katholischen Seelsorgeeinheit vor (wir berichteten). Dekan Alexander Hösl hieß dazu zahlreiche Interessierte willkommen.

Uli Münchmeier, der auch im Namen der evangelischen Kirchengemeinde und Stadtpfarrer Peter Peischl vertreten war, unterbreitete ein Angebot: Während der Bauphase dürften die kirchlichen Gremien und Vereine der katholischen Pfarrgemeinde gerne ins benachbarte evangelische Gemeindehaus ausweichen.

Desolater Zustand

Jeder Bürger wisse, in welch desolatem Zustand sich das bestehende Pfarrheim befinde. "Wir trauen uns jetzt drüber und hoffen auf die Spendenfreudigkeit der Vohenstraußer Bevölkerung", hoffte der Geistliche. Dieser Appell fruchtete bei den Teilnehmern umgehend, denn Christa Wildenauer vom Flohmarkt "Kunst und Krempel" zückte sofort ein Kuvert, in dem sie das Ergebnis ihrer letzten Einnahmen verstaut hatte. Mit einer weiteren gewaltigen Anschubfinanzierung in Höhe von 3000 Euro überraschte sie erneut die Pfarrei.

Kirchenpfleger Günter Hassmann stellte den Besuchern die erste Spendenaktion vor: Jeder Spender kann einen Baustein, gleich welcher Summe, erwerben und wird nachfolgend im dafür eigens entworfenen und symbolischen Baustein-Plan verewigt. Die Pfarrgemeinde könne sich in der Schautafel an der Stadtpfarrkirche dann stets über den aktuellen Spendenstand informieren.

Genügend Zeit eingeplant

Damit das Gebäude nicht auf die Schnelle entstehen muss, plant Architekt Josef Schönberger genügend Zeit ein. Architektonisches Highlight sei das Dachraumprofil des offenen Pfarrsaals. In den Startlöchern steht auch bereits der Katholische Frauenbund, der größtenteils die Möblierung der 22 Quadratmeter großen Teeküche finanzieren wird. Schönberger betonte, dass es sich dabei um keine Gastro-Küche handle. Anschließend brachten sich die Besucher in eine rege Diskussion ein. Insbesondere der von einigen Anwesenden als "zu knapp empfundene Dachvorsprung" des neuen Gebäudes wurde ausgiebig angesprochen. Schönberger erklärte diese Bauweise mit einer bewussten Formensprache in typischer Oberpfälzer Architektur. Zudem solle das Gebäude als öffentlich genutztes Haus erkennbar sein und sich von einem Wohnhauscharakter deutlich abheben.

Pfarrgemeinderatssprecher Dr. Manfred Bauer dankte dafür, dass der Pfarrgemeinderat eng in die Planungen einbezogen wurde.
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