Christoph Baierl bannt mit Balladen das Publikum im Rathaussaal
Glänzende Gentlemen

Christoph Baierl (rechts) hatte sich zum Konzert im Rathaussaal mit Kenneth Berger am Flügel und Dominik Herzner (links) zwei ausgezeichnete Musiker an seine Seite geholt. Bild: ck
Lokales
Vohenstrauß
16.06.2015
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Wenn sich ein "Gentleman mit Ausnahmestimme" ankündigt, lassen sich die Frauen nicht einmal von drückender Schwüle abhalten. Und so war es nicht verwunderlich, dass das Publikum beim Konzert des gebürtigen Pleysteiner Sängers Christoph Baierl am Freitagabend im Rathaus zum Großteil aus Damen bestand.

Neben dem Veranstalter Dekan Alexander Hösl und Pfarrer Albert Hölzl aus Tiefenbach waren nur wenige Herren auszumachen. Obwohl sich Baierl und seine beiden musikalischen Begleiter Dominik Herzner (Gitarre und Cachon) und Kenneth Berger (Piano) im Rathaussaal mit trockener Akustik und hohen Temperaturen anlegen mussten, klangen sie zu keinem Zeitpunkt angestrengt. Das Programm, das hauptsächlich aus Balladen bestand, war für den Sänger wie sein schwarzer Anzug offenbar maßgeschneidert worden. Beides saß perfekt. Ob Klassiker von Elton John und Eric Clapton oder neuere Hits von deutschen Künstlern wie Andreas Bourani und Tim Bendzko - in der sanften Stimme des 26-jährigen Sängers schwingt immer großes Gefühl mit. Das - wie gesagt mehrheitlich weibliche - Publikum dankte es ihm mit großer Andacht. Erst als der letzte Ton längst verklungen war, trauten sich die Zuhörer die Spannung durch ihren Beifall zu durchbrechen. Nur der Klingelton eines Handys im Publikum funkte einmal dazwischen.

Der 26-Jährige, der mittlerweile in Regensburg wohnt und als Unternehmer, Künstler und Sprech-Coach sein Brot verdient, konnte sich beim Auftritt in Vohenstrauß auf seine beiden Mitstreiter zu jedem Zeitpunkt verlassen. Herzner und Berger bewiesen sich als ausgezeichnete Musiker, denen man gerne auch bei einem Solo-Konzert zuhören würde.

Zu den Höhepunkten zählt das Stück "Geweint vor Glück" der Gruppe Pur. Baierl konnte hier die ganze Bandbreite seiner Stimme ausspielen. Großartig kam beim Publikum auch das "Halleluja" von Leonhard Cohen in der Jeff-Buckley-Version an. Die Zuhörer erklatschten sich mehrere Zugaben, bevor sie das Trio nach ihrem sehr beeindruckenden Konzert in den wohlverdienten Feierabend entließen.
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