Das Pupperl im Laden

Lokales
Vohenstrauß
12.12.2014
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Die Adventsfeier der Volksbank hat ihre eigene Atmosphäre. Die vielen Besucher schätzen sie. Geld spielte seltsamerweise keine Rolle. Dafür gab es einen Appell für mehr Frieden auf der Welt.

Feine Saiten in "staaden" Zeiten: Erstere brachten die Musikanten beim "Advent in der Volksbank" zum Schwingen, die Ruhe der Vorweihnachtszeit beschwor Sprecher Max Frischholz. Die Jugendblaskapelle Roggenstein, die Sitzweilgruppe Miesbrunn und die Miesbrunner Sänger übernahmen den musikalischen Part in der beliebten Veranstaltung. Zu hören gab es alpenländische Weisen ohne Verstärker.

Vor dem Tannenbaum

Stellvertretender Filialleiter Gerhard Schriml freute sich vor dem rot geschmückten Tannenbaum im Schalterraum über den Zuspruch. Ein rasantes und ereignisreiches Jahr sei an uns allen vorübergezogen. Deshalb sollten die Zuhörer, unter ihnen auch die Direktoren Gerhard Ludwig und Rudolf Winter mit ihren Ehefrauen, den Abend genießen.

Die Roggensteiner Blaskapelle eröffnete das Adventssingen beschwingt mit dem "Winter Wonderland". Ludwig und Angela Putzer, Norbert und Irmgard Puff, Tanja und Markus Schulz sowie Willibald Stahl, bestens bekannt als Sitzweilgruppe Miesbrunn, stimmten ruhig an: "Wenn es kalt wird auf der Welt und der Schnee vom Himmel fällt, dann versuchen sich die Menschen zu verstehen, denn bald ist wieder Weihnachtszeit, das große Fest der Fröhlichkeit, und am Himmel leuchtet hell der goldene Stern."

Die Miesbrunner Sänger mit Karl Putzer vervollständigten den Reigen mit ihren Liedern "Jetzt fangen wir zum Singen an" oder "Wie schön glänzt die Sonn" das Adventsingen. Um Krisenherde, Feindseligkeiten, Krieg und Sorgen, die bis zu uns ausstrahlen, sorgte sich Max Frischholz, der den Menschen riet, doch lieber Brücken zu schlagen, zum Beispiel zwischen den Völkern und den Nationen, auch wenn der Glaube dort ein anderer sei, oder zwischen jung und alt. "Klammert doch die Feindschaft völlig aus, lasst' Frieden werden, dann sieht die Zukunft besser aus", appellierte er an die Zuhörer. Solistin Katharina Wolfrath ließ beim "Es wird scho glei dumper" und "Weiße Weihnacht", intonierte von der Blaskapelle Roggenstein, mit ihrer klaren Stimme aufhorchen. Einen samtweichen Klangteppich rollten die Mitwirkenden beim "Christkind, hast mi vergess'n" aus.

Erzählt wird die Geschichte eines kleinen Mädchens, das am Heiligen Abend ihr Näschen an die Schaufensterauslagen drückt und dort ein Pupperl entdeckt. In der Hand hält das Kind eine kleine Münze und glaubt, damit könne sie im Laden die Puppe bezahlen. "Verdruck die, verstell' nicht die Tür, da kriegst nichts dafür", heißt es wenig später vom Verkäufer. Weinend fragt das Mädchen: "Liabs Christkindl, host mi vergessen und so viel andere dazu?" Ihre musikalische Botschaft: "Wenn jeder, der zu viel hätt im Leben, ein bisserl dat geb'n, so könnten mir alle guat leben."

Offen sein wie ein Kind

Die Mitwirkenden hätten sich selbst übertroffen, sagte Ludwig nach langanhaltendem Applaus. "Tiefsinnige Texte verbanden sich wunderbar mit der Musik." Die Menschen sollten in diesen Tagen offen sein wie ein Kind, dann könnten sie Weihnachten erfahren, merkte der Sprecher an. Ein dickes Lob gab es vom Direktor für die Mitarbeiter, darunter Organisator Karl Putzer.
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