Ehemaliger Polizist Max Pflaum am Sonntag überraschend gestorben
Schutzengel auf den Straßen

Max Pflaum. Repro: dob
Lokales
Vohenstrauß
09.12.2014
21
0
Als Max Pflaum bei der hiesigen Polizeiinspektion im Mai 1998 nach 40 Jahren Dienst in seinen Ruhestand verabschiedet wurde, bezeichneten ihn seine langjährigen Weggefährten als letzten "Stadt-Gendarm". Am Sonntag in den frühen Morgenstunden ist Pflaum dann doch überraschend in der Uniklinik in Regensburg gestorben, denn eigentlich befand er sich auf dem Weg der Besserung.

In Vohenstrauß wird er seinen Kollegen, Freunden aber vor allem den vielen Kindern, die heute schon erwachsen sind, unvergessen bleiben als ein Schutzmann mit großem Herzen, milder Stimme und freundlichem Wesen. Zeit seines Lebens war der große, schlanke und athletisch wirkende Polizist durchtrainiert vom Scheitel bis zur Sohle. Trotzdem plagten ihn in den vergangenen Jahren gesundheitliche Probleme.

Freundlicher Schutzmann

1956 trat der gebürtige Waldthurner in den Polizeidienst ein und stieg die Beförderungsleiter vom Polizeianwärter bis zum -oberkommissar hinauf. Er war als Hundeführer und Verkehrserzieher im Einsatz. So vermittelte er den Heranwachsenden ein gutes Sicherheitsgefühl. Es gab wohl zu Pflaums aktiven Zeiten kein Kind, das den freundlichen Schutzmann nicht kannte und als "echten Freund und Helfer" schätzte. In seiner väterlichen Art war er den Buben und Mädchen vielmehr ein wahrer Schutzengel auf den Straßen.

Sportliche Laufbahn

Untrennbar wird der Name Max Pflaum auch stets mit dem Sport und besonders mit dem Turnverein Vohenstrauß verbunden bleiben. Bereits 1948 Pflaum beim ersten Seifenkistenrennen mit einem selbstgebastelten Rennwagen und einem zweiten Platz aufhorchen. Seine sportliche Laufbahn begann er allerdings bei der Spielvereinigung. Später verschlug es ihn ins Faustball-Lager.

Obwohl er 1966 mit Fritz Koller, Horst Frötschl, Peter Ressel und Alfons Heindl mit 48:0 Punkten ungeschlagen Meister wurde, setzte sich der Faustballsport in der damaligen Kreisstadt nicht durch. Deshalb widmete sich Pflaum ab 1970 der Leichtathletik des Vereins und betreute 27 Jahre lang den sportlichen Nachwuchs. Manches Talent bis hinauf zur Bayerischen Meisterschaft - wies der TV unter seiner Regie erfolgreich vor. Seine großen Verdienste würdigte der Verein 2004 mit der Ehrenmitgliedschaft. Pflaum war zudem Gründungsmitglied des TV-Chors "Liederkranz" und unterstützte die Gemeinschaft bis zuletzt mit seiner Stimme. Um Max Pflaum trauern Ehefrau Helga sowie die Kinder Elke, Uwe und Peter mit ihren Familien.

Das Requiem beginnt am Donnerstag, 11. Dezember, um 14.30 Uhr in der katholischen Stadtpfarrkirche. Anschließend ist Beisetzung.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.