Eine stolze Bilanz

Johann Gruber und Johann Süss (vorne, Dritter und Vierter von links) gehören seit 60 und 50 Jahren zur Stützpunktwehr. Herbert Wildenauer (hinten, rechts) bringt es auf 40 Jahre. Johannes Sommer (hinten, Zweiter von links) gehört ab sofort zur aktiven Gruppe. Befördert wurden Manuel Woyschnitzka (hinten, Zweiter von rechts) und Thomas Beierl (hinten, Dritter von links). Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
02.03.2015
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Entmutigen lassen sich die Feuerwehrleute der Stützpunktwehr aber nicht, denn die aktuell 55 registrierten Aktiven sind auch wirklich aktiv und stehen zusammen.

Heuer steht vom 15. bis 17. Mai das Jubiläum zum 150-jährige Bestehen an. Vorsitzender Peter Grosser erinnerte an das Patenbitten in Waldthurn. "Mit unserer Patenwehr im Rücken kann unser Jubiläum nur ein Erfolg werden."

163 Mal rückte die Stützpunktwehr 2014 aus. 1175 Einsatzkräfte leisteten 1483 Stunden. Hinzu kommen 89 Technische Hilfeleistungen und 23 Verkehrsunfälle. Eine verletzte Person musste aus einem Fahrzeugwrack befreit werden. Es gab 10 Unwettereinsätze, 7 Mal wurde die Drehleiter angefordert, auch vom Roten Kreuz zur Bergung von Patienten aus Wohnungen, 7 Türöffnungen, 6 Einsätze mit Wespen, Katzen und einem Bullen und 25 sonstige Einsätze arbeiteten die Einsatzkräfte ab. 35 Gebäude haben gebrannt. Drei Fahrzeuge und Lkw wurden gelöscht, 11 Mal brannte es in Gebäuden, 4 Kaminbrände wurden aufgelistet und 2 Mal brannte es auf Freiflächen. 34 sonstige Drehleitereinsätze, Verkehrssicherungen, 5 Sicherheitswachen arbeiteten die Feuerwehrkräfte ab und 17 Mal waren sie mit ihrem Verkehrssicherungsanhänger auf der Autobahn A 6 gefordert.

3100 Stunden

57 Teilnehmer leisteten 1100 Stunden in 20 Ausbildungsrichtungen. Insgesamt kamen 3100 Stunden für die Aus- und Fortbildung zusammen. Hinzu kommen Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen oder Brandschutzunterweisung in Pflegezentren

Dem Stadtkommandant dankte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer für die Unterstützung. 2014 konnte der neue Kommandowagen in Dienst gestellt, die Schlauchpflegeanlage angeschafft und die Wohnung im Gerätehaus umgebaut werden. Helfer besserten die Fliesen in der Fahrzeughalle aus und kauften zehn neue Schutzanzüge.

"Zehn Jugendliche werden derzeit auf den aktiven Dienst vorbereitet", berichtete Jugendwart Thomas Beierl. In den verschiedenen Stufen legten sie die Wissenstestprüfungen ab und beteiligten sich an verschiedenen Lehrgängen. Die Stundenzahl allein für Übungen und Unterrichte der Jugendwarte summierte sich auf 345. Beierl verwies auf ein stolzes Jahresergebnis mit 727 Stunden. Anton Schwägerl und Matthias Neumann sind für Beierl eine hilfreiche Stütze im Jugendbereich.

Einen Einblick in die Kassenbücher des Feuerwehrvereins erlaubte Schatzmeister Anton Schwägerl. Werner Hofmann und Hubert Burger stellte keine Fehler fest. "Ich bin sehr zufrieden mit euch", lobte Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer. Säulen und Stützen der Feuerwehr sind die Geehrten der Seniorengruppe. Mit viel Herzblut hätten die Aktiven die Herausforderungen bewältigt. Nur eine Feuerwehr, die über ausreichende und neue Technik verfüge, könne Hilfe leisten. "Die Feuerwehr ist Garant für gute Lebensqualität." Wenn sich nur ein Jugendlicher auf mehr als 100 Anschreiben bereit erkläre, eine Ausbildung bei der Feuerwehr anzugehen und später Freiwilligendienst zu leisten, dann sei das mehr als bedenklich.

Bürgermeister Wutzlhofer ging auf die geplanten Investitionen der Feuerwehr ein: Erneuerung der Fenster und der Telefonanlage, Putz- und Streicharbeiten im Gerätehaus und eine neue Wärmebildkamera. Kosten: 15 000 bis 20 000 Euro. Beispielgebend sei Vohenstrauß auch in der Ausstattung mit dem neuen Digitalfunk in der Großgemeinde. Lediglich eine Ortsteilwehr habe sich noch nicht gemeldet. "Dann soll'ns halt Trommeln, wenn sie keine Funkgeräte wollen", merkte Wutzlhofer an.

Grosser dankte den Kameraden für das große Echo, das er zur Hilfe für das Jubiläum zum 150-Jährigen erfahren habe. Ab dem Starkbierfest am Samstag werden die Festabzeichen für zwei Euro in Umlauf gebracht, informierte der Vorsitzende. Mit einer Aufnahmeurkunde verpflichtete Stadtkommandant Mario Dobmayer die neuen Aktiven Tobias und Nicole Simon sowie Johannes Sommer. Manuel Woyschnitzka beförderte er zum Oberfeuerwehrmann und Thomas Beierl zum Oberlöschmeister. Als ein Vorbild für die jungen Feuerwehrkräfte bezeichnete der Vorsitzender Johann Gruber und Johann Wurdack, die seit 60 Jahren zur Feuerwehr gehören. Ein halbes Jahrhundert ist es mittlerweile auch bei Johann Süss. Für 40 Jahre aktiven Dienst durfte Herbert Wildenauer eine Würdigung in Empfang nehmen. Auf 30 Jahre bei der Feuerwehr blickt Peter Grosser zurück. und Matthias Neumann ist seit 20 Jahren dabei.

Viele Lehrgänge

Markus Süss belegte eine Gerätewartfortbildung und Thomas Beierl einen Aufbaulehrgang. Markus Knorr und Carsten Schaller waren im Brandhaus Würzburg, Mario Dobmayer bei einem Aufbaulehrgang Einsatzleitung. Eine Weiterbildung in Brandschutzerziehung leistete Peter Grosser und für Schiedsrichter Albert Burger, ABC-Einsatzgrundlagen belegten Mario Dobmayer und Anton Schwägerl. Zum Digitalfunk bildeten sich Karl Spiller und Martin Weig weiter.
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