Elfriede und Helmut Weig feierten goldene Hochzeit - "Ein Herz und eine Seele"
Liebe schlug wie Blitz ein

"Ihr seid ein Herz und eine Seele", erkannte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (rechts), als er mit Dekan Alexander Hösl (links) Elfriede und Helmut Weig zur goldenen Hochzeit Glückwünsche überbrachte. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
14.10.2014
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Es war ein Besuch bei einer Freundin in Vohenstrauß, der einst die Weichen für die lange Liebe der Eheleute Elfriede (69) und Helmut Weig (70) stellte. "Jung gefreit, nie bereut", diesem Prinzip war sich das Ehepaar treu geblieben. Jetzt feierte es goldene Hochzeit.

Die gebürtige Sudetendeutsche landete nach der Vertreibung in Bruck. Durch eine Freundin kam sie nach Vohenstrauß. Im Kolb-Wirtshaus im Mühlweg begegnete sie ihrem späteren Ehemann zum ersten Mal. Die Liebe muss wie ein Blitz eingeschlagen haben, denn Helmut Weig ließ seine "Elfie" nicht mehr los. In der Pfarrkirche in Bruck läuteten die Hochzeitsglocken. Stolz sind beide über die Söhne Michael und Alexander sowie die fünf Enkel. Dr. med. Michael Siegfried Weig ist Professor an der Georg-August-Universität in Göttingen.

In einer Steuer- und Rechtsanwaltskanzlei in Weiden, in der Elfriede Weig beruflich bis zur Rente tätig war, lernte sie den mehrmaligen Paralympics-Gold-Gewinner Gerd Schönfelder kennen und wurde zu einer seiner größten Fans. Regelrecht verehrt habe sie ihn. Eifrig sammelte sie Zeitungsausschnitte, die sie an eine Wandtafel an ihrem Arbeitsplatz heftete. Helmut Weigs handwerkliches Geschick - er erlernte bei der Vohenstraußer Steinmetzfirma Schmidt Bildhauer sowie Steintechniker und war später im Steinwerk Reichenberger in Waidhaus angestellt - ist noch heute im ganzen Landkreis zu bewundern. Sowohl die Stelen an der Landkreisgrenze mit den eingearbeiteten Wappen als auch der Brunnen in Schirmitz tragen seine Handschrift.

In seiner Wohnung zeugen Hinterglasmalereien von seiner Leidenschaft und dem kreativen Geschick. Seine Freizeit gehörte früher dem Turnverein Vohenstrauß. Ob, Tennis, die Skiabteilung, Leichtathletik oder als Gründungsmitglied des TV-Chors-Liederkranz, Weig war überall federführend und Antriebsmotor. Wegen einer Hüftoperation ist erst vor gut einer Woche aus der Reha-Klinik zurückgekehrt.

"Ihr seid ein Herz und eine Seele", meinte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, als er mit Dekan Alexander Hösl zur Gratulation im Braunetsriether Weg vorbeikam. Größten Dank erntete Elfriede Weig vom Geistlichen für das jahrzehntelange Einbringen in den Oberlinder Kirchenchor. In der St.-Thomas-Kirche feiert die Familie am Sonntag auch einen Dankgottesdienst mit den Angehörigen. Natürlich gestalten dann die Chorsänger die Messe mit.
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