Ergebnisse der Vegetationsaufnahmen spätestens im Juli
"Wir gehen mit Freude auf die Jagd"

Karl Schmid aus Waidhaus (Mitte) ist seit 1968 bei den Grenzland-Jagdhornbläsern. BJV-Vizepräsident Dr. Günther Baumer (rechts) und Christian Ertl, Vorsitzender der Kreisgruppe Vohenstrauß, zeichneten ihn mit dem BJV-Abzeichen aus. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
22.04.2015
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Dr. Günther Baumer, Vizepräsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV), beglückwünschte die Kreisgruppe im Namen des gesamten Präsidiums zur Hegeschau und machte in der Versammlung im Schloss Friedrichsburg deutlich: "Wir haben nicht nur Schwarzwild, sondern auch Niederwild". Jäger würden sich auch um jene Tierarten bemühen, die nicht mehr bejagt werden, brach der Sprecher eine Lanze für die Jägerschaft.

Bei all den Problemen dürften die Waidmänner eines nicht vergessen: "Wir gehen mit Freude auf die Jagd." Zudem zeichnete er den 85-jährigen Karl Schmid aus Waidhaus aus, der sich seit 1968 in die Grenzland-Jagdhornbläser einbringt. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer stellte fest, dass die Kreisgruppe einen wichtigen Teil im Sozialgefüge darstellen. Jagd sei für den Jäger nie Selbstzweck.

Der Besuch der Hegeschau war für stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger Premiere. "Die freilebende Tierwelt ist wesentlicher Bestandteil der heimischen Natur. Sie ist als Teil des natürlichen Wirkungsgefüges in ihrer Vielfalt zu bewahren." So sei es auch im Bayerischen Jagdgesetz festgeschrieben.

System erhalten

Landtagsabgeordneter Alexander Flierl überbrachte als Vorsitzender der Oberviechtacher Kreisgruppe Grüße: "Wir wollen das Jagdrecht erhalten." Die Tatsache, dass den Landwirten für Schadensregulierungen Fördermittel zur Verfügung stehen, zeige, dass die Politik das Jagdsystem erhalten wolle. Allerdings brauche es ebenso die Akzeptanz der Jagd in der Bevölkerung. Beispielgebend nannte er die Hegeschau. Die Gesellschaft sei oft weit weg von der Natur. "Wir wollen schützen durch nützen und nicht alles unter eine Käseglocke stellen." Flierl appellierte an die Geschlossenheit für die Sache des Wilds. Hildegard Burger von der Unteren Jagdschutzbehörde des Landratsamts Neustadt warb für die Beachtung der Abschussplanung. Die Behörde müsse dem gesetzlichen Auftrag nachkommen. Die Ergebnisse der Vegetationsaufnahmen würden spätestens im Juli zugestellt, informierte Dr. Siegfried Kiener, Leiter des Amts Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). In den Hegegemeinschaften sei der Verbiss beim letzten Mal noch tragbar gewesen, wenngleich es in einzelnen Revieren doch Probleme gebe. "Bejagung ist und bleibt der Schlüssel zum erfolgreichen Waldumbau, für den Aufbau stabiler, artenreicher Mischwälder."

Kreisobmann Josef Fütterer vom Bauernverband sprach seinen Dank für den Jägerfleiß aus. Schwarzwild sei das Problem Nummer eins bei den Landwirten, da es keine natürlichen Feinde habe und viele Schäden auf den Feldern anrichte.
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