Erst Regen, dann Segen

Die erste Pferdesegnung in Vohenstrauß stand wegen des Wetters unter keinem günstigen Stern. In entsprechender Kleidung ritten die Teilnehmer in Richtung Friedrichsburg. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
06.05.2015
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Echte Pferdeliebhaber lassen sich auch vom strömenden Regen nicht abschrecken. "Es hat einfach nicht sollen sein", meinte eine Besucherin. Die erste Pferdesegnung in Vohenstrauß war ein nasskaltes Unterfangen.

Rassige Rösser, kräftige Kaltblüter und putzige Ponys hatten am Sonntag ihren großen Auftritt - und hätten entsprechend viele Zuschauer verdient gehabt. Doch die Schaulustigen machten sich eher rar. Viel Aufwand haben die Pferdefreunde im Grenzland Vohenstrauß und Umgebung für diesen Festakt betrieben.

Mit entsprechender Kleidung ausgerüstet, trafen sich die Teilnehmer am Raiffeisenplatz. Angeführt von der Polizei, die sich mit Feuerwehrleuten um die Absicherung des Trosses kümmerte, marschierten die Pferde am Marktplatz vorbei in Richtung Friedrichsburg.

Das Jagdhornbläsercorps Weiden-Neustadt/WN mit Hornmeister Wolfgang Hohlmeier nahm auf einem prächtigen Gespann-Wagen Platz, den Georg Hägler lenkte. Strahlend über das ganze Gesicht ritt der Erstklässler Johannes Peugler mit seinem großen Pferd als Nachwuchstalent der Pferdefreunde in Richtung Schloss, flankiert von seinen Eltern Otto und Claudia mit ihren Tieren. Auch die Haflingerzüchter und Pferdefreunde Kemnath am Buchberg mit Vorsitzendem Lorenz Gebert und die Haflingerfreunde Moosbach nahmen teil.

Freude über Premiere

Mit der Standarte des gastgebenden Vereins ritt Vorsitzender Anton Birner voran. An der Schöferkreuzung empfing Kaplan Sebastian Scherr den Zug. Nach der Litanei und den Fürbitten segnete er Tiere und Reiter, die auch außerhalb des Schlossgartens standen, und besprengte sie mit Weihwasser. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer freute sich über die erste Pferdesegnung. Er wünschte den Reitern, dass es bei ihnen auch zukünftig heißen möge: "Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde."

Birner dankte am Ende Otto Peugler, der das Fest mit dem Vorstand organisiert hatte. Albert Höfner unterhielt die Gesellschaft anschließend musikalisch. Leider machten sich die meisten Teilnehmer wegen des Dauerregens bald wieder auf den Heimweg. Für die kleinen Besucher boten die Pferdebesitzer ein Ponyreiten an.
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