"Fels in der Brandung"

Nach 16 Jahren als Bezirksvorsitzende des Katholischen Frauenbunds legte Angela Bodensteiner aus Albersrieth (rechts) ihr Amt nieder. Mit ihr ging auch Stellvertreterin Ingrid Voitenleitner (links). Stellvertretende Diözesanvorsitzende Luise Fischer aus Regensburg verabschiedete die beiden. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
03.11.2014
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Angela Bodensteiner war 16 Jahre Bezirksvorsitzende des Katholischen Frauenbunds. Ihren Abschied hatte sie gründlich vorbereitet und der neuen Führungsriege ein bestelltes Haus hinterlassen. In der Bildungskonferenz erinnerte sie an die wichtigsten Ereignisse ihrer Amtszeit.

Es war die letzte Bezirks-Bildungskonferenz des Katholischen Frauenbunds, die Angela Bodensteiner leitete. Wegen vieler schöner Erlebnissen werde sie stets gerne an diese wertvollen Jahre zurückblicken. Unter anderem an die Demonstration 1999 an der Waidhauser Grenze gegen Mädchenhandel und Zwangsprostitution.

Stark eingesetzt

Unzählige Computerkurse wurden angeboten. Stets waren die Frauen auch politisch interessiert wie eine Podiumsdiskussion 2006 deutlich machte, bei der sich Kandidatinnen zur Kommunal- und Kreistagswahl unter dem Motto "Frauen macht Politik" der Öffentlichkeit präsentierten. Stark eingesetzt haben sich die Damen ebenso für die höhere Anerkennung von Kindererziehungszeiten die mittlerweile realisiert wurden.

Unter Bodensteiners Regie gab es Sternwallfahrten, Einkehrtage, politische Fahrten zum Landtag, in den Bundestag und ins europäische Parlament nach Straßburg, aber auch Musical-Fahrten. Die große Kaffee-Aktion in der Raiffeisenbank oder eine Stammzellenspendenaktion gehörten genauso dazu wie Bibelwanderungen oder die große mehrtägige Hollandfahrt. Bodensteiner dankte allen für die Mitarbeit, die freundschaftliche Verbundenheit und das immer gute Miteinander.

Gleichzeitig mit der Albersrietherin ging auch die bisherige Stellvertreterin Ingrid Voitenleitner von Bord. Mit sehr persönlichen Worten verabschiedete sich Bodensteiner von ihrem Vorstandsteam und überreichte zum Dank der sehr guten Zusammenarbeit in all den Jahren Geschenke. "Gott gib mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." Dieses bekannte Zitat treffe 100-prozentig auf Bodensteiner zu, sagte die stellvertretende Diözesanvorsitzende Luise Fischer.

Bodensteiner hatte in der Diözesanleitung eine besondere Stellung inne. "Du warst der Fels in der Brandung, unerschütterlich und eines meiner großen Vorbilder", gestand die Rednerin. Bodensteiner erfüllte ihr ganz persönliches Bild eines sehr guten Frauenbund-Mitglieds. "Sie stellte sich nicht in den Vordergrund, aber sie stand felsenfest hinter den Dingen, die sie vertrat." Mit einer bunten Kaffeedose mit fairen Kaffeebohnen dankte die Diözesanchefin Bodensteiner.

"Die Welt lebt von den Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht", hob die bisherige Schriftführerin und Bodensteiners Nachfolgerin Martha Bauer hervor. Die Bezirksvorsitzende sei ihr stets mit Freundlichkeit begegnet, trat souverän auf und arbeitete zielgerichtet. "Abschied ist immer ein Weg in eine andere Zukunft". Bauer empfand die Jahre mit Bodensteiner in der Führungsriege als eine "tolle, aufregende und lehrreiche Zeit auf einem gemeinsamen Weg".

Besonnenes Handeln

Voitenleitners ausgleichendes Wesen, ihr besonnenes Handeln, mit dem sie jede Situation im Griff hatte, und vor allem ihre ausgezeichneten Sprachkenntnisse begeisterten Bauer ebenfalls. Geistlicher Beirat Pfarrer Georg Hartl schätzte vor allem Bodensteiners Bestreben nach Frieden. "Brandherde" habe sie schnell gelöscht, eher gab die scheidende Bezirksvorsitzende nicht auf, verriet der Pfarrer. Marita Osgyan überreichte vom Zweigverein Neukirchen St. Christoph an Bodensteiner ein gut abgelagertes Stück Lindenholz, damit sie in ihrer jetzt gewonnenen Freizeit ihrem Schnitzer-Hobby nachgehen könne.
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