Feuerwehren treffen sich zu einer Übung - Stadthallen-Drama wenige Stunden später
Ernstfall tritt am Tag danach ein

Das Pfarrheim brennt, hieß es bei einer Übung, an der sich mehrere Feuerwehren beteiligten. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
17.03.2015
0
0
Der Großeinsatz bei der Stadthalle forderte die Feuerwehrleute stark. Nur einen Tag vorher übten sie für den Ernstfall. Dass dieser so schnell Realität wird, dachte wohl niemand. Nachdem die Tage für das katholische Pfarrheim gezählt sind, weil es kurz vor dem Abbruch steht, nutzten die Führungskräfte der Feuerwehr das Gebäude für eine gemeinsame Übung. Wäre jemals im Pfarrheim ein Brand ausgebrochen, würden unter anderem Feuerwehren aus Pleystein und Burgtreswitz ausrücken.

Viele Schaulustige

Einsatzübungen sind für die Kameraden enorm wichtig, damit frühzeitig Defizite aufgedeckt werden. Geheim blieb die Aktion nicht, denn einige Schaulustige mit Kindern versammelten sich vor der Alarmierung um 19 Uhr vor dem Pfarrheim und warteten gespannt auf die Einsatzkräfte. Mesner Anton Striegl leuchtete mit der Taschenlampe das gesamte Haus noch einmal ab, in dem sich acht Probanden aus der Feuerwehrjugend versteckten, die gerettet werden sollten. Dichter Qualm drang plötzlich aus dem Haus.

Albert Burger, stellvertretender Kommandant der Stützpunktwehr, übernahm die Einsatzleitung und wies seine Kameraden ein. Die Oberlinder und Kaimlinger Wehrleute bauten aus Richtung Friedrichsburg eine rund 300 Meter lange Förderstrecke mit einer B-Leitung auf und Waldau war an der Ansaugstelle zugange. Bis direkt an den Einsatzort rückte die Drehleiter heran, denn im oberen Stockwerk waren Personen eingeschlossen, die über die Fenster gerettet wurden. Der Rauch nebelte die Räume so fest ein, dass die eingesetzten Atemschutzträger aus Vohenstrauß, Böhmischbruck und Roggenstein in der Sicht erheblich eingeschränkt waren.

Nach rund einer Stunde war die Übung beendet. "Wir machen die Übungen, damit wir etwaige Schwachstellen erkennen und in den nächsten Ausbildungsstunden an die Beseitigung der Fehler gehen", sagte Kommandant Mario Dobmayer. Ein Augenmerk lag auf dem Schutz des angrenzenden Seniorenheims, das neben der primären Brandbekämpfung und Menschenrettung vielbeachtetes Einsatzkriterium war. Die Zusammenarbeit mit dem BRK das mit Schnelleinsatzgruppe und Rettungswagen ebenfalls vor Ort war, klappte hervorragend.

Gute Zusammenarbeit

Um die möglichst reale Einsatzübung zu unterstreichen, entfachte Anton Striegl im Keller des Gebäudes sogar noch ein Feuer. Die Feuerwehrleute bekamen auch diesen Brand unter Kontrolle. Mit den 90 eingesetzten Kräften wurde die Übung anschließend im Feuerwehrgerätehaus besprochen. Lobend erwähnte Dobmayer das sehr gute Zusammenspiel zwischen den Ortsteilwehren.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.