Fluderweg von Gästen überflutet

Mit der Feuerwehr erlebten die Besucher ein Fest der Superlative. Bei 150 Jahre lohnt es sich zu feiern - noch dazu, wenn das Zelt bis zum Bersten gefüllt und Fröhlichkeit in jedem Winkel auszumachen ist. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
18.05.2015
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Ausnahmezustand in der Pfalzgrafenstadt - Grund war das Gründungsjubiläum der Feuerwehr. Die Organisatoren hatten mit der Verpflichtung der Gruppe "Wöidarawöll" einen sehr guten Griff getan. Die Besucher strömten am Samstagabend in Scharen in den Fluderweg.

Bereits kurz vor 22 Uhr sprach Vorsitzender Peter Grosser einen Einlass-Stopp aus, den die Security genau überwachte. Das Zelt und die Bar konnten nicht mehr als die genehmigten 1450 Gäste fassen, und die Wehr legte auf die Einhaltung größten Wert. Der zünftige Sound von "Wöidarawöll" war Garant der guten Laune und überbordenden Stimmung im voll besetzten Zelt und dem zur Festhalle umfunktionierten Gerätehaus.

Auftakt nach Maß

An diesem Abend ging dort so richtig die Post ab, nachdem die Jubelwehr bereits tags zuvor einen Auftakt nach Maß hinlegt hatte. Natürlich befand sich der Schirmherr, Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, auch beim Festabend unter den vielen Gästen und feierte schweißgebadet so richtig ab. "Wöidarawöll" lieferte die perfekte Musik aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach in Vohenstrauß ab, obwohl die Amberger Feuerwehr am selben Wochenende ebenfalls ihren 150. Geburtstag feierte. Die fünf Musikanten Hias, Gigi, Hansl, Peter und Steffl brachten die Besucher im Handumdrehen in beste Festtagslaune. Zwiefache und Boarische heizten die Tanzlaune an, und so mancher Feuerwehrmann schwang eine fesche Dirndlschönheit über den Zeltboden, während die anderen auf den Bänken schunkelten oder im Takt klatschten.

Von Freitag bis Sonntag feierte die Freiwillige Feuerwehr Vohenstrauß ihr 150. Gründungsjubiläum, unter anderem mit einem Festabend mit "Woidarawöll" am Freitagabend. Bilder: Elisabeth Dobmayer

Lieder und Evergreens mit oberpfälzisch-bayerischen Texten umgestrickt begeisterten Jung und Alt. Ohne Unterlass spielten die Musikanten auf. Slavko-Avsenik-Klänge waren ebenso dabei wie Bierzelt-Klassiker. Die Gruppe des Waldthurner Patenvereins gab eine ausgezeichnete Steilvorlage wie in einem Festzelt zünftig gefeiert wird. Direkt im Anschluss an die Bühne ging bei den Paten die Post ab. Der "Feier-Virus" infizierte die Besucher von Tisch zu Tisch.

Stramme Burschen in Lederhosen und die Mädchen in feschen Dirndln bestimmten das Bild. Ebenso machten viele Abordnungen anderer Feuerwehren in einheitlichen Shirts auf ihre eigene anstehende Festlichkeit aufmerksam und luden die Besucher gleich ohne viele Worte in ihren Heimatort ein.

Alles drin - alles echt

"Sei's wie es will", so die hochdeutsche Übersetzung von "Wöidarawöll" und genauso präsentierte sich auch die Band: alles drin, alles echt, alles ein bisschen anders - aber am Ende passt es doch. Und wie es passte. Noch am anderen Tag schwärmten Besucher von den fleißig aufspielenden Musikanten. Wer eine kulinarische Pause zum Verschnaufen einlegen wollte, stellte sich für eine Brotzeit am Verkaufsstand vor dem Zelt an oder ging einen Stock tiefer in die Bar für einen Mojito oder Caipirinha.

Viele Vereine vertreten

Etliche örtliche Vereine wie die Spielvereinigung oder der SV Waldau zeigten Geschlossenheit und unterstützten die Feuerwehr bei ihrem Jubelfest mit ihrer Anwesenheit. Angesichts des großartigen Erfolgs - die wenigsten Besucher hielt es auf ihren Plätzen - zeigte sich Grosser restlos zufrieden über den Festverlauf. Ein Abend der zumindest bei der Feuerwehr einiges auf den Kopf stellte und bisher nie dagewesenes erreichte.

Vom Erfolg des 150-jährigen Gründungsjubiläums werden jedenfalls auch noch die nachfolgenden Generationen sprechen. Bestimmt auch jene Besucher, die geduldig vor dem Eingang bei kühlen Temperaturen ausharrten, um dann doch zu späterer Stunde - als die ersten das Zelt verließen - Einlass zu bekommen.
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