Frauen danken ihrer Berta

Vorsitzende Maria Wildenauer und ihre Stellvertreterin Maria Kopp gratulierten Berta Messer zusammen mit dem geistlichen Beirat des Frauenbunds, Dekan Alexander Hösl und Vorstandsmitglied Martha Simacek (von links). Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
30.03.2015
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Wer für 60 Jahre Mitgliedschaft im Katholischen Frauenbund gewürdigt werden will, muss in jungen Jahren den Beitritt erklären. Die 82-jährige Berta Messer aus der Pfarrgasse ist dafür beispielgebend. Exakt 60 Jahre hält sie treu zur Frauengemeinschaft und war über Jahrzehnte hinweg feste Stütze in der Vereinsarbeit.

Unvergessen sind ihre schauspielerischen Qualitäten, die bei Faschingsfeiern die Besucher zu Lachsalven trieben. Es gab kaum eine Veranstaltung des Frauenbunds, für die Berta Messer nicht Gebäcke, Brot oder Semmeln spendierte. Das Fastenessen war nur eines von vielen. Aus diesem Grund war es der Vorsitzenden Maria Wildenauer mit ihrer Stellvertreterin Maria Kopp ein Anliegen, zusammen mit Vorstandsmitglied Martha Simacek und dem geistlichen Beirat des Frauenbunds, Dekan Alexander Hösl, bei dem langjährigen Mitglied vorstellig zu werden.

Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen war es Messer nicht möglich, an der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Drei Lilien" teilzunehmen. Die Feier verlegten die Damen deswegen kurzerhand in das Wohnzimmer der Geehrten. Kaum sei sie verheiratet gewesen, hieß es damals, sie müsse nun Mitglied im Frauenbund werden und so geschah es, erzählte die Seniorin. "Daraus wurden jetzt 60 Jahre."

Zwei neue Mitglieder

Im Gottesdienst zur Jahreshauptversammlung konnte Maria Wildenauer mit Irene Wildenauer und Barbara Dineiger zwei neue Mitglieder in die Gemeinschaft einführen. Leider mussten die Frauen im vergangenen Jahr Margarete Hassmann, Theresia Wildenauer und Martha Messer zur letzten Ruhestätte geleiten. Schriftführerin Michaela Wolfinger erinnerte an die unzähligen Zusammenkünfte, Feiern und kirchlichen Anliegen.

Schatzmeisterin Christine Studier-Rupprecht gestattete danach einen Blick in die finanzielle Situation der Frauengemeinschaft. Derzeit ist bei den Mitgliedern Sparen angesagt. Jeder erwirtschaftete Cent kommt auf die hohe Kante, denn die Frauen wollen das Herzstück für das neue Pfarrheim - die Küche - aus Eigenmitteln beisteuern. Gerlinde Grosser und Claudia Kraus waren voll des Lobes über die sorgfältige Arbeit der Kassiererin. Maria Wildenauer lud die Mitglieder am 14. April zu einer Führung durch die Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule ein, die mit der neuen Mensa Vorbildcharakter habe. Zwei Tage später ist eine Muttertagsfahrt zur Gärtnerei Punzmann nach Windischeschenbach und zur Mutter-Anna-Kirche auf den Mühlberg bei Neustadt geplant. Die Vorsitzende bedankte sich bei allen tatkräftigen Helfern. Nicht zuletzt packten bei körperlich schwereren Arbeiten nicht selten auch die "Frauenbundmänner" mit an, lobte sie. Mit Bravour arbeitete sich Maria Kopp als ihre Stellvertreterin im ersten Jahr ihrer Amtsübernahme ein.

Dekan Hösl brachte für die Vorsitzende als Dankeschön einen Kräuterlikör der Hildegard von Bingen mit. Blumen gab es vom Vorstand für ihre Vorsitzende, die sich trotz Krankheit unermüdlich für den Frauenbund auf den Weg mache. Im Referat "Geschiedene und Wiederverheiratete" lenkte der Geistliche den Blick auf das Positionspapier des Katholischen Deutschen Frauenbunds.
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