Frauen stricken an Spenden

Der Missionskreis übergab jeweils 1000 Euro an Pater Gerhard Lagleder (links) für die hilfsbedürftigen Menschen in Südafrika und an Pater Stanislaus (rechts) vom Kloster St. Felix in Neustadt/WN für die Uganda-Hilfe. Jeweils 500 Euro bekommen Pater Alfons Brunner aus Oberviechtach und Pater Ferdinand Bodensteiner aus Tröbes. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
31.07.2015
4
0

Wenn Pater Gerhard Lagleder von "Brotherhood of Blessed Gérard" aus Südafrika und Pater Stanislaus vom Kloster St. Felix in Neustadt/WN im Pfarrhaus bei Dekan Alexander Hösl anzutreffen sind, dann ist Hildegard Busch mit ihren Frauen des Missionskreises nicht mehr weit.

3000 Euro übergab der Missionskreis nun wieder an Missionare aus der Region. Während die beiden Gäste im Pfarrhaus jeweils 1000 Euro bekamen, erhalten Pater Ferdinand aus Tröbes, der im Kongo lebt und Pater Alfons Brunner aus Oberviechtach, der in Simbabwe Dienst leistet, jeweils 500 Euro aus der Spendenkassette der Vereinigung.

Der gebürtige Regensburger Lagleder freute sich, dass er nun bereits zum zweiten Mal von den Frauen für seine Arbeit bedacht wurde, genauso wie Pater Stanislaus, der sich für die Schulpatenschaft in Kakooge, die von den Franziskanermönchen betrieben wird, einsetzt. Uganda, die "stolze Perle Afrikas", wird ihren Stammplatz unter den Ländern der Dritten Welt nicht so schnell verlieren. Das Geld komme vor allem vielen Waisenkindern zugute. Im April eröffneten die Patres ein Ausbildungszentrum, erzählte Pater Stanislaus. Tag für Tag trägt Pater Gerhard Lagleder den Kampf gegen Aids aus. Mit großer Ausdauer tritt der Benediktiner gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner - die Immunschwächekrankheit Aids - und den verheerenden Folgen an. Viele Hilfsprojekte der südafrikanischen Malteser kommen den ärmsten Menschen dort zugute.

Kampf gegen Krankheit

Der Missionsbenediktiner hat in Mandeni im Osten Südafrikas ein beispielloses Hilfsprojekt aufgebaut, das täglich Hunderte von Menschen im Kampf gegen Krankheit und Tod zur Seite steht. Es umfasst das größte Hospiz Südafrikas, eine Sozialstation für Aidspatienten, eine Klinik für unterernährte Kinder, einen Kindergarten und ein Waisenhaus. Um diese umfassenden Aufgaben bewältigen zu können, gründete der Pater "Brotherhood of Blessed Gérard - die Bruderschaft des Seligen Gerhard", benannt nach dem Ordensgründer des Malteser Ritterordens.

Welche Dynamik Pater Gerhards Engagement in der Provinz KwaZulu/Natal mit den Jahren bekommen sollte, war 1987, als er als Missionsbenediktiner nach Südafrika entsandt wurde, nicht abzusehen. Aids erreichte Mitte der 1990er Jahre unvorstellbare Ausmaße. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung waren HIV-positiv. Seither rafft die Seuche die Menschen immer noch dahin. Seit dieser Zeit kämpft der Missionar 9000 Kilometer von seiner Heimat entfernt im Zulu-Land an vorderster Front für den Glauben und gegen Aids. Geld, das er in Deutschland für seine Projekte sammelt, ist für die Aids-Hochburg in Südafrika immens wichtig.

Alle Jahre wieder

"Ich komme alle Jahre wieder, wie das Christkind", scherzte Pater Lagleder auf Nachfrage, ob er jedes Jahr auf Heimaturlaub komme. Sämtliche Häuser, die unter seiner Regie dort betrieben werden, müssen über Spenden finanziert werden, machte der Missionar die Mammutaufgabe deutlich. Zu Pater Alfons Brunner stellte Dekan Alexander Hösl den Kontakt über seine Heimatpfarrei Oberviechtach her. Seit 47 Jahren lebt der fast 80-jährige Oberviechtacher schon in Simbabwe. Er kommt nur alle drei Jahre nach Deutschland. Auftrieb gebe den Missionaren die Gewissheit, dass ihre Heimat hinter ihnen stehe. "Wir werden wieder fest daran arbeiten, dass unser Spendenstrumpf wieder gut gefüllt wird", versprachen auch die Missionskreisfrauen, als sie die Schecks überreichten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.