Früherer Seminardirektor Georg Schmidbauer liest für Vohenstraußer Grundschüler
Geschichten von anno dazumal

Mit dem Oberbernriether Seminarrektor a. D. Georg Schmidbauer erlebten die Viertklässler der Vohenstraußer Grundschule einen spannenden und schönen Unterricht zum Brauchtum im Advent. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
14.12.2015
3
0
Was hat es mit dem Floh auf sich, der voller Schreck im Stroh der Krippe entdeckt zu werden, Zuflucht im Ohr des Jesuskindes sucht? Den Viertklässlern gefiel die Geschichte "Worüber das Christkind lächeln musste" bestens. Aufmerksam lauschten sie den Erzählungen des ehemaligen Seminarrektors Georg Schmidbauer aus Oberbernrieth.

Die Mädchen und Buben hatten sich vor dem Lesepult des Heimatforschers aufgereiht, als er über "Brauchtum im Advent" berichtete. Bisweilen erschraken die jungen Zuhörer angesichts der schaurigen Bräuche und Riten. Rund eine Stunde Fußweg musste Schmidbauer in aller Herrgottsfrüh zurücklegen, wenn er als Ministrant zur Rorate stapfte. "Da hatte ich immer höllische Angst."

Der ehemalige Waldthurner Lehrer ging auf die Erfindung des Adventskranzes ein, der zuerst mit 24 Kerzen geschmückt wurde, die man schließlich auf vier reduzierte und der heute zum wichtigsten Brauchtum im Advent zählt, obwohl ihn die Pfarrer früher als heidnischen Brauch gar nicht haben wollten. Ein schöner Brauch werde an der Konnersreuther Schule gelebt. Zu Beginn des Advents stellen die Lehrer im Foyer eine leere Krippe auf. Bei jeder guten Tat dürften die Schüler einen Strohhalm einlegen. "Daraus entsteht nach und nach ein Bettchen für das Christkind." Sogar das Anklöpfeln, das eher in den Bergen praktiziert wird, kannten einige Schüler. "Der Kirschzweig, der am Barbaratag geschnitten wird erblüht an Weihnachten."

Nikolaus, Lucia und Thomas sind die Heiligen im Advent. Um den "Dama mit dem Hama" oder um die "Lucier mit der Schüssel Blut" ranken sich allerlei schauerhafte Erzählungen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.