"Fürchte dich nicht"

Lokales
Vohenstrauß
16.12.2014
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Die Adventsfeier im Prälat-Walter-Siegert-Caritasheim ist jährlich einer der schönsten und wichtigsten: Alten Menschen wird neue Hoffnung geschenkt.

"Dann und wann wird dir jemand zum Engel, ohne es zu ahnen", versicherte die Leiterin des Prälat-Walter-Siegert-Caritasheims, Rita Gilch, bei der Adventsfeier den Bewohnern. "Fürchte dich nicht", war die besinnliche Feier überschrieben. Engel in allen Größen schmückten mit vielen Kerzenlichtern den Raum, in dem sich die Bewohner mit den Ehrengästen versammelten. In Vertretung des Caritasdirektors Dr. Roland Batz waren der Leiter der Personalabteilung, Peter Cramer, und Technischer Leiter Peter Roderer aus Regensburg gekommen. Für die neue Heimleiterin war es die erste vorweihnachtliche Feier unter ihrer Regie.

Souverän führte sie durch den Abend, der mit kulinarischem Genuss an einem Büfett endete, für das sich Küchenchefin Johanna Bodensteiner selbst übertroffen hatte. Die außergewöhnlichen Köstlichkeiten werden jedes Jahr von den Feiernden sehnsüchtig erwartet.

Meditative Wegstrecke

Musikalisch gestaltete die Moosbacher Veeh-Harfen-Gruppe den Abend festlich mit. Stationsleiterin Marta Szubartowicz, Margarete Pausch, Hermann Kick und Pflegedienstleiterin Karin Witt nahmen die Zuhörer an die Hand und führten sie eine meditative Wegstrecke entlang. Ingrid Matychowiak zündete dazu die Kerzen an, die mit Moos und Wurzeln dekorativ aufgebaut waren.

Irisches Segensgebet

"Vielleicht ist im Advent unsere Sehnsucht nach Frieden etwas stärker als sonst unter all den Friedlosigkeiten nah und fern." In jedem Menschen solle sich Frieden breitmachen, zwischen Älteren und Jüngeren, zwischen Einheimischen und Dazugekommenen, hieß es. Mit einem irischen Segensgebet endete die ansprechende Feier.

Cramer, der die Grüße des Caritasdirektors übermittelte, dankte allen Geistlichen, die sich im Haus um die entsprechende Seelsorge bemühen und die alten und oftmals kranken Menschen durch die letzten Lebensjahre begleiten. Anders als es draußen vorgegaukelt werde, weil es angeblich nur dem Kommerz diene, hätte diese besinnliche Feier verbunden und führe die Bewohner viel stärker auf Weihnachten hin, sagte Cramer. "Ich hoffe, sie spüren, was den Lebenssinn ausmacht." Jeden neuen Tag dürften die Männer und Frauen als Geschenk Gottes annehmen.

Im Prälat-Walter-Siegert-Heim gäbe es viele helfende Hände, ob in der Pflege, der Verwaltung oder Hauswirtschaft. "Alle Kräfte wollen ihnen ihr Leben so angenehm wie möglich machen." Dazu beitragen würden besonders auch die Ehrenamtlichen, die mit ihren Besuchen kleine Hilfestellungen im Alltag geben. Den Bewohnern wünschte er, dass ihnen die weihnachtlichen Tage viele Besuche von Angehörigen und lieben Menschen bescheren.
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