"Gravierende Verschlechterung"

Für BRK-Ausbildungsleiter Andreas Gall (links) war die Sanitätsgrundausbildung und zusätzliche Fachschulung der 21 Teilnehmer Premiere. Schon im Hinblick auf die neu zu gründende "Helfer-vor-Ort"-Gruppe in Leuchtenberg ließen sich die meist jungen Leute unterrichten. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
10.08.2015
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Die Gründung eines "Helfer-vor-Ort"-Stützpunkts (HvO) in Leuchtenberg ist ein konsequenter Schritt für die Bevölkerung. "Durch die Verlegung des Rettungswagenstandorts nach Lohma ab 2016 werden sich gravierende Verschlechterungen ergeben", ist Dr. Richard Pruy überzeugt.

Nach der Meinung des stellvertretende Chefarzts im Kreisverband Weiden und Neustadt/WN des Bayerischen Roten Kreuzes wird der östliche Teil des Altlandkreises bis Eslarn besser versorgt sein, wohingegen der westliche mit Leuchtenberg bis Waldthurn einbüße. Dies machte er am Samstag beim Abschluss der Sanitätsgrundausbildung deutlich. Die Darstellung, in Vohenstrauß und Leuchtenberg werden sich durch die Verlegung des Rettungswagenstandorts keine Einschränkungen ergeben, wertete Dr. Pruy schlichtweg als falsch.

Er sei nach wie vor überzeugt, dass der Einsatzwagen, wie bisher, in Vohenstrauß stationiert werden sollte. Optimal wäre es gewesen, einen zusätzlichen Stellplatz in Eslarn zu schaffen. Das Schiedsgericht in München war jedoch anderer Meinung, sagt Dr. Pruy.

Schnelle Hilfe

Durch die nun ins Auge gefasste Gründung eines fünften HvO-Standorts im Altlandkreis komme im Ernstfall Notfallpatienten effektiver und schneller Hilfe zu. Zu verdanken ist die Initiative dem stellvertretenden Bereitschaftsleiter Christian Messer. Aus diesem Grund fanden seit April eine Sanitätsgrundausbildung und zusätzlich eine Fachausbildung im Rotkreuzhaus statt, an der 21 Bürger teilnahmen.

An acht Freitagabenden und zwölf Samstagen wurden mehr als 84 Unterrichtseinheiten geleistet, berichtete Ausbilder Andreas Gall. Vor allem freute er sich, dass von den 21 gestarteten Teilnehmern alle erfolgreich die Prüfung absolvierten. Sogar Bereitschaftsleiter Johann Ram, der nach einem schweren Unfall seit neun Monaten außer Gefecht ist, ließ es sich nicht nehmen, bei der Abschlussveranstaltung dabei zu sein.

Die Rettungsassistenten Ewald Deinl und Nadine Bock übernahmen den Part der Schulung mit dem Defibrillator und erläuterten die Rechtsgrundlagen. Weiter gehörte zur Ausbildung das Atemwegsmanagement. Ohne die Ausbilder Jürgen Sollfrank und Deinl als "Mädchen für alles", wäre die umfassende Ausbildung schier unmöglich gewesen, erkannte Gall.

Dr. Pruy nahm die Prüfung mit ab. Als Statisten ließen sich Silvia Budnik und Sabine Deinl einbinden. Christian Sollfrank und Marco Rappl brachten sich genauso in die Ausbildung ein. Alexandra Kropf als Leiterin der Betreuungsgruppe erhielt einen Blumenstock mit "Blüten" (Geldscheinen) für die kulinarische Verköstigung während der Ausbildung.

Dank an Ausbilder

Glückwünsche kamen auch von stellvertretendem Kreisbereitschaftsleiter Oliver Hellmich, genauso wie von Leuchtenbergs Rathauschef Anton Kappl und vom dritten Bürgermeister Johann Gollwitzer aus Vohenstrauß. Mit einer Spende und einem Geschenk dankte Evelyn Zwack aus Leuchtenberg Ausbilder Gall im Namen der Gruppe.
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