Gretel und Hustenbonbons weg

Die Puppenspieler Hermann und Johann Papacek (Mitte, von links) begeisterten die 130 Buben und Mädchen und ihre erwachsenen Begleiter in der Vohenstraußer Stadthalle. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
17.08.2015
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Nie sollten Kinder nacheinander Süßigkeiten, kalte Milch und Bratwürste mit Sauerkraut genießen. Was da passieren kann, erfuhren sie am Freitag bei "Hermanns Kasperltheater" in der Stadthalle.

(dob) Kasperl hat offenbar bis heute nichts an Faszination verloren, denn mit 130 Teilnehmern kann sich kein anderes Ferienprogramm an den heißesten Tagen im Jahr heuer bisher messen. Die Eltern und Großeltern freuten sich über das pädagogisch wertvolle Stück, und die Mädchen und Buben schrien aus Leibeskräften, um Kasperl zu helfen.

Noch klappte es nicht auf Anhieb, aber bis der Vorhang fiel, hatte es Kasperl mit lautstarker Unterstützung der Kinder und allen Widerständen zum Trotz geschafft, die Gretel aus dem Zauberwald zu befreien und die bettlägerige Oma wieder gesund auf die Beine zu bekommen. Zum Abschluss der Kinderferienaktion der Zwillinge Hermann und Johann Papacek zugunsten der Aktion "Lichtblicke" kamen die Buben und Mädchen trotz brütender Hitze und Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern in die Stadthalle, um das in fünf Szenen aufgeführte Stück "Kasperl und die Kräuterfee" zu verfolgen. Alle hatten mächtig Spaß.

Die CSU-Familie mit Ortsverband, Frauen-Union und Junger Union legte sich mit Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, der trotz seines Urlaubs nicht fehlte, mächtig ins Zeug und wartete in der Pause mit einem köstlichen Kuchenbuffet auf.

Rabe mit Verspätung

In den Fokus rückten die Papaceks aus Edeldorf diesmal Heilkräuter. Am Vorabend zum Festtag "Mariä Himmelfahrt" genau passend zum Kräutersammeln. "Kinder seid ihr schon da?", rief Rabe Pedro gewitzt in den Saal und hielt Ausschau nach seinem Freund "Peppino", der auch zur zehnten Vorstellung der Sommertournee wie immer zu spät kam. Er sei einfach nicht am großen Kuchenbuffet im Foyer vorbeigekommen, gestand der lustige Vogel. In Kasperlhausen, auf dem Marktplatz, wartet indes bereits Kasperl auf Gretel und Seppl, um gemeinsam die Großmutter zu besuchen. Doch Dr. Tutnichtweh, der zufällig vorbeikommt, informiert den Kaspar, dass seine Oma mit Fieber und Halsschmerzen im Bett liegt. "Verschreib ihr ein Antibiotika", bat der Kasperl. Doch der Arzt wehrte ab: "So scharf schießen wir nicht." Ausgerechnet hatte es an diesem Tag auch Seppl mit "Durchmarsch" erwischt. "Wer marschiert durch den Seppl?", fragte Kaspar unter dem Gelächter der Kinder.

Eine gesunde Teekräutermischung und Halsbonbons würden der Großmutter bestimmt helfen, versicherte der Arzt. Deswegen machte sich Gretel gleich auf den Weg zur Blumenwiese am Rande des Zauberwaldes, um Pfefferminze, Kamille, Schafgarbe, Brombeerblätter, Minze und Salbei für einen bekömmlichen Gesundheitstee zu sammeln. Obwohl der Kaspar noch warnt und von Gretel das Versprechen abnimmt, nie mit Fremden mitzugehen, gerät sie in die Fänge des Zauberers "Spitznase" und der Hexe "Krümelzahn", die sie mit List und falschen Versprechungen immer weiter in den Wald hineinführen, da dort die besten Kräuter auf sie warten würden.

Derweil lehnt der Kaspar an einer Laterne auf dem Marktplatz und schläft ein. Schwuppdiwupp klaut Räuber "Hotzenplotz" die Bonbons, die der Kaspar bereits in der Drogerie besorgt hatte. Trotz der lautstarken Warnung der Kinder, die gut aufgepasst hatten.

400 Euro für "Lichtblicke"

Beim Wachtmeister, der schnell mit "Tatütata" herbeisaust, gibt der Kaspar schließlich zwei Vermissten-Meldungen auf: "Gretel und Hustenbonbons sind weg." Mit großer Unterstützung der Kinder und der Kräuterfee "Salome" mit ihrem Kräutersäckchen gelingt es, Gretel aus den Fängen des Zauberers zu befreien und das spannende Abenteuer zu einem guten Ende zu führen. Darum merkt euch liebe Kinder: "Geht nie mit Fremden mit", appellierten die Papaceks eindringlich an die Besucher.

Die CSU wird an die "Lichtblicke"-Aktion 400 Euro weiterleiten, denn den Erlös von 360 Euro stockt sie auf die runde Summe auf.
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