Hundestaffel in Lauerstellung

Die Mitglieder der Rettungshundestaffel würden gerne als Aktive der Feuerwehr Roggenstein anerkannt werden. Der Aufwand für Übungen und Einsätze ist beachtlich. Der Stadtrat stellte den Antrag jedoch vorerst zurück. Bild: privat
Lokales
Vohenstrauß
05.10.2015
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Acht bis zehn Stunden üben die Mitglieder der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Roggenstein mit ihren vierbeinigen Schnüfflern. Bei Übungen und Einsätzen ist ihr Versicherungsschutz nicht geklärt. Nun liegt dem Stadtrat ein Antrag der Wehr vor, der dies ändern soll.

Die Verantwortlichen bitten in dem Schreiben darum, die Hundestaffel in den aktiven Dienst der Feuerwehr Roggenstein aufzunehmen. Hintergrund sind versicherungsrechtliche Gründe. Bislang ist die Rettungshundestaffel lediglich Teil des Feuerwehrvereins.

Als Begründung für den Antrag führen die Unterzeichner (Kommandant Stefan Urbanek und der Leiter der Hundestaffel, Martin Schnupfhagn) an, dass die Hundestaffel als BOS-Staffel (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) bei der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz geführt werden soll. Die sei nur möglich, wenn sie im aktiven Feuerwehrdienst gemeldet sei.

120 Einsätze

Die Mitglieder der Hundestaffel hätten eine Ausbildung zum Truppmann und seien auch in der Feuerwehr aktiv eingebunden. Die Gruppe wurde vor zehn Jahren als Rettungshundestaffel Ostbayern gegründet und arbeitete bis 2011 als freie Hundestaffel für die Polizeidienststellen in Niederbayern und der Oberpfalz. In dem Antrag heißt es weiter: Die Staffel besteht aus elf Personen. In den vergangenen zehn Jahren sei man an etwa 120 Einsätzen beteiligt gewesen. Drei Funde seien zu verzeichnen. Wöchentlich übt die Gruppe acht bis zehn Stunden in verschiedenen Gebieten der Oberpfalz.

Keine Kosten für die Stadt

Für die Stadt würden keine zusätzlichen Kosten anfallen, da die Einsatzausrüstung im Wert von über 20 000 Euro bereits vorhanden sei. Auch für die Ausbildung würden keine Kosten entstehen. Da die Übungen und Einsätze nicht immer auf dem Gemeindegebiet stattfinden, sollte auch der Versicherungsschutz der Hundeführer geklärt werden.

Verwaltungsleiter Alfons Sier erklärte am Donnerstag in der Stadtratssitzung, dass derzeit beim Landesfeuerwehrverband Bayern darüber diskutiert werde, eine Satzungsänderung vorzunehmen, nach der Sondereinheiten der Wehr wie zum Beispiel Rettungshundestaffeln aufgenommen werden. Das würde bedeuten, dass die Mitglieder dieser Einheiten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben nicht mehr an den Wohnort oder den Ort des Arbeitsplatzes gebunden sind. Auch die Alarmierung und die Teilnahme an Einsätzen würde darin geregelt.

Solange diese Satzungsänderung aber nicht in trockenen Tüchern sei, sollte laut Sier der Antrag der Feuerwehr Roggenstein zurückgestellt werden. Zumal auch Kreisbrandrat Richard Meier bei einem Gespräch mit Bürgermeister Andreas Wutzlhofer kürzlich versicherungsrechtliche Bedenken geäußert habe. Die Räte stimmten dem Vorschlag des Verwaltungsleiters einstimmig zu. Das Thema wird zurückgestellt, ist aber noch nicht vom Tisch.
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