"Ihren Weg fanden sie alle"

Lokales
Vohenstrauß
23.10.2014
11
0

Das "Hallo" ist immer groß. 30 Jahre sind seit dem Erhalt des Abschlusszeugnisses der mittleren Reife ins Land gezogen. Nun haben sich 74 ehemalige Realschüler wieder in die Arme genommen und Wiedersehen gefeiert. Da gibt es viel zu erzählen.

In vier Klassen, darunter eine reine Knabenklasse, waren die Schulkameraden damals unterteilt. Zwar sind die Männer und Frauen alle älter geworden, aber die meisten erkannten sich auf Anhieb wieder. Trotzdem stellten sie auch untereinander Veränderungen fest, berichteten von ihren Familien oder ihrem Berufsleben. "Die größte Besonderheit dieses Jahrgangs ist, dass wir mit dem Prämonstratenserpater Simeon Rupprecht (Toni Rupprecht) einen Priester unter uns haben, der einen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche zelebriert", berichtete Mitorganisatorin Maria Biller (geborene Großer) hocherfreut.

Ein neunköpfiges Organisatoren-Team bereitete das Treffen mustergültig vor. Nach der Messe inspizierten die ehemaligen Realschüler die Bildungseinrichtung, die sich vor allem durch das lichtdurchflutete Atrium gravierend veränderte. Herzlich begrüßten sie die ehemalige Lehrerin Gerlind Ibel, wanderten durch die Klassenräume und langen Gänge. "Wie schnell doch die Zeit vergeht", war immer wieder zu hören. Die Studienrätinnen Tanja Schott und Michaela Gollwitzer nahmen sich ausgiebig Zeit und schilderten die Veränderungen der Bildungslandschaft.

"Für mich war die Realschule jeden Tag Stress, weil ich nie eine Hausaufgabe gemacht habe", gab Manfred Wild bereitwillig zu. Jeden Morgen brauchte er dann einen Kameraden, der ihn abschreiben ließ. Heute ist Wild mit der bodenständigen Volksmusikgruppe "Die zwoa Schneidig'n" weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. In der "Alten Glasfabrik" wurde gemütlich in die Nacht hinein gefeiert. Verschlagen hat es die ehemaligen Oberpfälzer in ganz Deutschland. Bis aus Kaiserslautern reiste der ehemalige Stadtrat Peter Völkl an.

Die meisten Schüler des Abschlussjahrgangs 1984 blieben jedoch in der Region verwurzelt und gründeten hier ihre Familien. Einige haben nach der Realschulzeit eine weiterführende Schule besucht und ein Studium angehängt. "Ihren Weg haben sie alle gefunden", freute sich Maria Biller.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.