In 150 Jahren jung geblieben

Lokales
Vohenstrauß
04.05.2015
0
0

Bei der Stützpunktwehr steht das 150-jährige Gründungsjubiläum an. Trotzdem kommt die Wehr aktiv und jung daher. Auf sie ist jederzeit Verlass, wenn Menschen in Not geraten sind. Das dreitägige Fest wird sehr arbeitsreich werden.

Das Jubiläum gibt auch Anlass, den Ehrenamtlichen durch das Mitfeiern Wertschätzung und Anerkennung entgegenzubringen. Das Bild des Feuerwehrmanns ist heute ein ganz anderes, als vor 150 Jahren. Die Erwartungen an die Wehrleute blieben jedoch die gleichen. Deshalb gilt es in diesen Tagen in der Geschichte zurückzuschauen, dass sich immer wieder Freiwillige fanden, die sich vom Virus Feuerwehrdienst anstecken ließen.

Stillstand ein Fremdwort

47 Jahre bevor die Stadt ihre Wiedererhebung feiern konnte, wurde die Feuerwehr bereits aus der Taufe gehoben. Stillstand ist den Wehrleuten seither ein Fremdwort. Tatkräftig und voller Eifer sind sie in ihrem Ehrenamt unterwegs. Zu Jubiläen und Festumzügen holen die Floriansjünger gerne ihre historischen Fahrzeuge und Uniformen hervor und lenken die Blicke der Zuschauer auf eine längst vergangene Epoche.

Unter ihren Oldtimern befindet sich das sechszylindrische Tragkraftspritzenfahrzeug von Adam Opel mit einer Motorleistung von 40 PS. Das aus dem Baujahr 1928 stammende Feuerwehrfahrzeug präsentiert sich mit 4,3 Metern Länge, 1,5 Metern Breite und 1,85 Metern Höhe sowie einem Gesamtgewicht von 2000 Kilogramm. Die aufgebaute Pumpe der Marke "Flader-TS, F2 Siegerin" erbrachte eine Pumpleistung von immerhin 600 Litern Wasser pro Minute. Die Besatzung des Fahrzeugs wird mit "1+5" angegeben, der Kaufpreis betrug 11 850 Reichsmark. Die Floriansjünger aus Vohenstrauß rückten bis 1960 mit dem Spritzenfahrzeug aus. Die Feuerwehr der ehemaligen Kreisstadt besitzt die längste Tradition im Vereinswesen und wurde am 5. November 1865 durch einige gemeinnützig denkende Männer gegründet. Fünf Monate nachdem der Verein ins Leben gerufen worden war, zählte die Wehr bereits 33 Mitglieder. Die Ausrüstung dieser Feuerwehrmänner erfordert eine enorme Summe. 1869 wurde dann von der Firma J. G. Jank in Leipzig eine Feuerlöschmaschine gekauft. Diese große und kräftige Spritze war nach den Verhältnissen der damaligen Zeit ein überragendes Löschfahrzeug, das allgemein Bewunderung erregte. Von früher war noch eine von der Gemeinde, schon bald nach dem Brand von 1839, erworbene Druckspritze vorhanden.

Leitspruch immer aktuell

Später wurde noch ein Mannschaftswagen angeschafft. Die Aufgaben der Feuerwehren haben seit deren Gründung einen umfangreichen Wandel erfahren. Die damals als Selbsthilfeorganisationen bei Bränden gegründeten Feuerwehren sind heute überwiegend auf dem Gebiet der Technischen Hilfeleistung gefordert. Doch sie blieben seit jeher ihrem Leitspruch treu: "Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr!"
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.