Jäger der Kreisgruppe Vohenstrauß feiern am Sonntag, 9. November, Hubertusmesse in der ...
Für eine waidgerechte Jagd

Lokales
Vohenstrauß
03.11.2014
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Der heilige Hubertus steht rund um den heutigen Hubertustag wieder im Mittelpunkt vieler Messen. Die Jäger erinnern in der Hubertusmesse am Sonntag, 9. November, um 19 Uhr in der Stadtpfarrkirche ihres Patrons.

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"Die Legende um den heiligen Hubertus hat nichts an Aktualität verloren", sagt Christian Ertl, Vorsitzender der Kreisgruppe Vohenstrauß des Bayerischen Jagdverbands (BJV). Die Begegnung mit einem weißen Hirsch, der ein Kreuz zwischen den Geweihstangen trug, brachte den einst zügellosen Jäger zur Vernunft.

Heute steht der Heilige für die waidgerechte Jagd, bei der es nicht allein um Abschuss und Beute geht, sondern um den Respekt vor der Schöpfung und das Verantwortungsbewusstsein für Natur und Tierwelt. Angesichts der in vielen Regionen gestiegenen Schwarzwildpopulation wird nur noch von einer Plage gesprochen und von Schädlingen, die es mit allen Mitteln auszurotten gilt, ohne die Gründe für die Entwicklung ernsthaft zu hinterfragen.

Dabei wird oft völlig vergessen, dass bei den Niederwildarten Notstand herrscht. Fasan-, Rebhuhn- und Hasenstrecken sind auf einem dramatischen Tiefststand. "Diese Tiere leiden unter den schwindenden Lebensräumen ebenso wie Kiebitz, Feldlerche und Co.", informierte Ertl. "Es ist immer nur die Rede davon, dass das Wild dem wirtschaftlichem Erfolg im Weg steht. Aber keiner redet davon, wie viel wir Menschen den Wildtieren an Lebensraum und Nahrungsgrundlagen genommen haben."

Diese fatale Entwicklung wollen die Jäger im BJV nicht stillschweigend hinnehmen. "Bayerns Jäger schützen, hegen und jagen aus Freude und Leidenschaft und aus Liebe zur Natur." Das alles findet nach den strengen Kriterien der Nachhaltigkeit statt, die im bayerischen und im Bundesjagdgesetz verankert sind und von den Jagdbehörden kontrolliert werden.

"Schöpfung bewahren"

Bayerns Jäger jagen in dem Bewusstsein, dass ein Zuviel an Wildtieren das Gleichgewicht ebenso bedroht wie ein Zuwenig. "Nur auf dieser Grundlage können wir die Schöpfung für die nächste Generation bewahren", führte der passionierte Jäger an.
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