Kampf nicht aufgeben

Zu Beginn der Unterschriftenaktion gegen den Stellenabbau bei der Polizeiinspektion Vohenstrauß hatte Johann Walbrunn (Mitte), zweiter Vorsitzender des Vereins "Bürger und Polizei - Partner für Sicherheit", noch Grund zur Freude. Das Lachen könnte den Verantwortlichen demnächst aber vergehen, falls die Überlegungen wahr werden, die der Inspekteur der bayerischen Polizei, Thomas Hampel, am Mittwoch dem Innenausschuss des Landtags präsentierte. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
04.12.2014
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Schlechte Nachrichten für die Polizeiinspektion Vohenstrauß: Die drei Stellen, die in den vergangenen Wochen zur Disposition standen, sind wohl fast nicht mehr zu retten.

Der Inspekteur der bayerischen Polizei, Thomas Hampel, informierte am Mittwoch in München den Innenausschuss des Landtags über die Organisationsstruktur. Es seien nur noch kleine Veränderungen vorzunehmen. Insgesamt sollen noch sieben Stellen verlagert werden. Drei davon betreffen die Polizeiinspektion (PI) Vohenstrauß: Sie sollen der PI Regensburg Süd zugewiesen werden.

Nachricht neu

Für Dienststellenleiter Martin Zehent war diese Nachricht komplett neu. Weiter wollte er sich dazu nicht äußern. Auch Bürgermeister Andreas Wutzlhofer kannte die Meldung noch nicht und reagierte entsprechend verblüfft: "Das überrascht mich jetzt, weil ich erst heute den Anruf erhalten habe, dass wir am 13. Dezember die Unterschriftenliste an Innenminister Joachim Herrmann beim CSU-Parteitag in Nürnberg überreichen können."

Deswegen hat der Rathauschef auch nicht den Mut verloren: "Ich hoffe, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Aber wenn dem so sein sollte, brauchen wir gar nicht mehr nach Nürnberg zu fahren." Wutzlhofer ist jedoch überzeugt, dass die 5136 Unterschriften für den Erhalt der Dienststellen in Vohenstrauß Herrmann überzeugen werden. "Ich werde um die Polizeiinspektion kämpfen", meinte das Stadtoberhaupt.

Termin abwarten

"Um den Erhalt kämpfen" will auch Johann Walbrunn, zweiter Vorsitzender des Vereins "Bürger und Polizei - Partner für Sicherheit". Der Pleysteiner Altbürgermeister hatte die Nachricht ebenfalls erst von der NT-Redaktion erfahren. "Wir müssen den Termin beim Innenminister abwarten. Wir wollen zumindest einen Teilerfolg erzielen." Wenigstens die nächtliche Präsenz der Polizei in der ehemaligen Kreisstadt müsse gewährleistet bleiben.

Bürgermeister Wutzlhofer geht noch einen Schritt weiter: "Wir müssen aufpassen, dass die Staatsregierung nicht nur an der 1000-Stellen-Vorgabe festhält, sondern auch junge Polizisten einstellt. Ausscheidende Beamte müssen außerdem umgehend ersetzt werden." (Seite 3)
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