Kicker lassen sich nicht lumpen

Ihren ersten Abendauftritt meisterte die Jugendgarde mit Bravour und unter tosendem Beifall der Gäste.
Lokales
Vohenstrauß
02.02.2015
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Gleich zwei Dynamitstangen hatte Stadtpfarrer Peter Peischl dabei. Was er beim Lumpenball am Samstag in der Stadthalle damit erreichen wollte, stand allerdings recht klein gedruckt auf seinem gelben Sicherheitshelm.

"Pfarrheim-Abrisskommando" konnte man dort lesen. So ergab das wiederum Sinn, denn als Hauptakteure packten Spielvereinigung und Faschingsverein ein tolles Showprogramm in ihre gemeinsame Veranstaltung. Ein eigenes Szenario entwarfen Vorsitzender Uli Münchmeier und Ann Kathrin Eiber zur Einstimmung und freuten sich gemeinsam: "Der Saal ist voll; ich glaub' ich spinn'. Der mittlerweile vierte gemeinsame Lumpenball hat sich in Vohenstrauß etabliert."

Zahlreiche Einlagen

Die Zustimmung der Vereinsmitglieder, aller treuen Fans, einer großen Abordnung der Altherren-Mannschaft, von Trainern, Betreuern, Sponsoren und Vorstandsmitgliedern war Münchmeier ein Extralob wert. Eine Stunde später gehörte der Jugendgarde bei ihrem Auftritt die ganze Aufmerksamkeit der Besucher. Der klassischen Eisrevue mit langsamen, eleganten Bewegungen folgte gleichsam als Eisbrecher eine wilde Tour mit schnellen Rhythmen. Die Kostüme von Heidi Sollfrank passten hervorragend zur Choreographie. Der Auftritt war feurig, leidenschaftlich und nicht zuletzt durch die Hip-Hop-Einlagen auch etwas kühl und modern. Der Beifall wollte nicht enden. Er galt auch den Trainerinnen Tanja Pflaum, Anna Birkner, Kristin Gruber und Theresa Rauch.

Als nächster Höhepunkt präsentierte die SpVgg ihre "nicht spielaktiven, aber attraktiven Fußballerdamen", die mitsamt den aktiven Fußballern eine sagenhafte - wenn auch eigenwillige - Interpretation des Faschingsmottos zeigten. Eine Horde wilder Wikinger in Originalverkleidung stimmte feurig ein, bevor die kühlen Damen mit ihrem Auftritt restlos begeisterten.

Pinguine und Schornsteinfeger - allesamt männliche Akteure der Spielvereinigung - standen dieser Darbietung aber nicht nach. Sie kamen mit ihrer Choreographie vornehmlich bei den weiblichen Gästen sehr gut an. Frenetischer Beifall belohnte die enormen Leistungen nach einem famosen Finalakt. Sandra Metzger und Rebecca Beierl hatten viel Kreativität, Arbeit und Zeit in diese Auftritte gesteckt. "Von Herzen" dankte Eiber im Namen des Vereins und aller Mitwirkenden für diesen "unermüdlichen Einsatz".

Bunt und gut gelaunt

Mit der Verbindung von Faschingsmotto "Flammendes Eis" und Lumpenball hatten die Besucher bei ihren Verkleidungen kein Problem. "Hauptsache bunt und gut drauf" lautete die Vorgabe. Mittendrin vergnügte sich auch Bürgermeister Andreas Wutzlhofer mit Ehefrau Barbara. Zur Musik der Band "Regental-Sound" war die Garde für deren Animationen immer gerne zu haben. Dichtes Gedränge rund ums Parkett herrschte nochmals zur akrobatischen Mitternachtsshow der Prinzengarde.
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