Kreuz mit Stolz tragen

Landrat Andreas Meier (vorne, rechts) ehrte Feuerwehrmänner für 25 und 40 Jahre aktiven Dienst. Dazu gratulierten auch Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (links). Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
18.10.2015
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Sie löschen Feuer, retten Unfallopfer aus Wracks und sind im Notfall Tag und Nacht für ihre Mitmenschen im Einsatz: Die Feuerwehrleute. Jahrzehntelanges Engagement lohnt sich.

Im kleinen Rathaussaal ehrte Landrat Andreas Meier sieben Feuerwehrleute aus Vohenstrauß, Böhmischbruck, Kaimling und Waldau für 25 und 40 Jahre aktiven Dienst mit silbernen und goldenen Ehrenzeichen in Form eines Kreuzes.

Große Wertschätzung

"Hilfeleistung und die Sorge für den Mitmenschen, das hat euer Leben in dieser Zeit geprägt und wesentlich beeinflusst", sagte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. "Ihr seid Menschen mit Mut, Risiko- und Einsatzbereitschaft, welche die Mühen des Feuerwehrdiensts nicht scheuen. Euch ist es zu verdanken, dass die Arbeit der Feuerwehr diese große Wertschätzung erfährt." Wutzlhofer behauptete, dass die Feuerwehr die effektivste Selbsthilfeeinrichtung der Bürger ist, denn hier werde nicht gefordert, sondern angepackt und zugepackt.

In den vergangenen vier Jahrzehnten veränderte sich das Aufgaben- und Anforderungsprofil gravierend. Der Rathauschef bezeichnete die Männer als Sicherheitsspezialisten und Gefahrenbewältiger, die sich in kritischen Situationen auf ihre Kameraden verlassen können. "Wir brauchen euch, und dass ihr für uns da seid, verleiht ein sehr gutes Gefühl", versicherte der Bürgermeister. Sein Dank ging aber auch an die Familien der Geehrten.

Feuerwehrleute besitzen große Nächstenliebe, Einsatzbereitschaft und Empathie für den Nächsten, lobte Landrat Meier. Gerade jetzt bei der Berichterstattung über die Flüchtlingsströme werde sich über die Hilfsbereitschaft der Menschen gewundert. Bei der Feuerwehr sei dies alltäglich. Leider rücke das oft in den Hintergrund, weil es zu selbstverständlich wahrgenommen werde. Die Arbeit der Helfer sei es jedoch ganz und gar nicht.

Extreme Belastungen

Das silberne und goldene Kreuz dürften die Geehrten mit Stolz tragen und damit nach außen signalisieren, dass sie seit 25 und 40 Jahren unter physischen und psychischen Belastungen, extremen Bedingungen Dienst leisten. Daneben brauche es viel Verständnis der Familien, wenn zum Beispiel an Weihnachten oder bei einem Familienfest der Funkwecker einen Einsatz melde. Die lange Einsatzzeit sollten die Geehrten aber jetzt nicht zum Anlass nehmen, sich aus der Wehr zurückzuziehen. Im Gegenteil, ihren Erfahrungsschatz müssten sie weitertragen und Junge begeistern als Basis für den Fortbestand der Wehren, sagte der Landrat.

Auch Kreisbrandrat Richard Meier lobte das Engagement. Die Mitglieder der Rettungshundestaffel Roggenstein werden nach Änderung der Richtlinien wohl als Aktive in die Feuerwehr eingegliedert, stellte der Kreisbrandrat in Aussicht. In Vohenstrauß habe die Stadt ihre Hausaufgaben gemacht. "Nicht die Feuerwehren brauchen die Geräte, sondern die Bewohner", meinte der Sprecher.
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