Licht aus, Spot an

Die neuen Vohenstraußer Regenten (von rechts): Prinz Tobias I. und Prinzessin Sandra II. an der Seite des Kinderprinzenpaares Jana und Max.
Lokales
Vohenstrauß
16.11.2015
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Am Samstag stellte Vohenstrauß seine Jahreszeit von Normal- auf Faschingszeit um. Dabei verwiesen die Verantwortlichen auf ein kleines Problem.

"Da müssen wir uns schon viel einfallen lassen, um die Sache schnell zum Abschluss zu bringen." Bürgermeister Andreas Wutzlhofer mahnte noch während der Proklamation zur Eile. Der Faschingsdienstag steht nach nur 32 Tagen bereits am 9. Februar im Kalender. Zwischen dem Inthronisationsball (9. Januar) und Aschermittwoch bleibt damit nicht viel Zeit für die "Legenden der Leinwand".

Auf dieses Motto verständigte sich der Faschingsverein (VFV) unter Vorsitz von Gerald Grosser "nach zähem Ringen über Stunden hinweg", ließ Mattes Brümmer die Gäste im großen Sitzungssaal wissen. Der Vizepräsident zeigte sich begeistert "dass alle mit uns den Fasching bis zum Aschermittwoch durchziehen und wir ihnen jede Menge Freude bereiten dürfen". Nach 2012 mit "Walk of Frame" sei es wieder soweit für Filmstars und Sternchen, Glitzer und Glamour, bemerkte Wutzlhofer zum gewählten Thema.

Vorschläge für Rollen

Das Stadtoberhaupt will sich gerne überraschen lassen, wer alles in welche Rolle schlüpft. Einige Vorschläge für die Mitglieder des Stadtrats brachte er zur Erheiterung des ganzen Saals gleich ein. Und für den bisherigen VFV-Vorsitzenden Christian Enderlein könnte er sich Bud Spencer als Vorbild "gut vorstellen". Die Bedeutung des Faschings in Vohenstrauß untermauerte nicht nur die Teilnahme von zweitem Bürgermeister Uli Münchmeier (mit der ganzen Familie) und drittem Bürgermeister Johann Gollwitzer mit weiteren Vertretern des Stadtrats. "Der Landesverband Ostbayern ist stolz auf seinen Vohenstraußer Faschingsverein", meinte ebenso dessen Präsident Hans Frischholz. "Irgendwie fühle ich mich hier immer wohl."

Stefan Striegl verlieh der feierlichen Stunde mit seinem "Waldthurner Blechhaufen" ein passendes musikalisches Umfeld. Mit Präsenten verabschiedeten Brümmer und Organisationsleiter Benjamin Bruckner die scheidenden Prinzenpaare unter großem Beifall.

Für die eben begonnene Saison stehen Sandra Reinknecht als Prinzessin und Tobias Plödt als Prinz an der Spitze. Damit fiel die Wahl auf den Präsidenten des VFV und seine aus Altenstadt/WN stammende Freundin. Seit Jahren fühlt sich der gebürtige Vohenstraußer und auf der Galsterlohe wohnende 32-Jährige im VFV wohl. Mit der 25-jährigen Prinzessin vereint ihn nicht nur die Liebe, sondern ebenso derselbe Arbeitgeber (Synlab, Weiden). Die Regentschaft vervollständigen zwei Vohenstraußer als Kinderprinzenpaar: Jeweils 11 Jahre alt sind die beiden Gymnasiasten Jana Tölzer und Max Kellner.

Keine Nachwuchsprobleme

Rund 100 Mitglieder zählen die Garden im VFV, deren Vorstellung mit einem grüßenden "Helau" unter Nennung der Namen durch Lisa Prem, Anna Birkner und Sabine Karl vonstatten ging. Präsident Frischholz zeigte sich abschließend ganz angetan von der beispielhaften Nachwuchsarbeit "die hier in Vohenstrauß geleistet wird". Er komme viel herum und überall müsse er sich Klagen von nachlassendem Interesse anhören: "Irgendwie machen die im Gegensatz zu euch etwas falsch."
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