Martha Bauer neue Bezirkschefin des Katholischen Frauenbunds
Herausragender Posten

Martha Bauer aus Altenstadt (Vorsitzende), Hannelore Hopfner aus Schönsee (Stellvertreterin) und Schriftführerin Claudia Wiesent aus Waldau (von links) stellen den neuen Bezirksvorstand des Katholischen Frauenbunds im Altlandkreis Vohenstrauß. Geistlicher Beirat bleibt der Waidhauser Seelsorger, Pfarrer Georg Hartl (rechts). Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
31.10.2014
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Martha Bauer ist für vier Jahre von den Vertretern der 16 Zweigvereine zur neuen Bezirkschefin im Katholischen Frauenbund gewählt worden. Damit stellt der kleine Altenstädter Zweigverein die höchste Führungs-Repräsentantin des Frauenbunds in der Region. Bei einer Bildungskonferenz versammelte sich die weibliche Macht des gesamten Altlandkreises im Pfarrsaal.

Die Pfarrer Georg Hartl, Waidhaus, und Gerhard Schmidt dürften sich in der Runde wohlgefühlt haben, denn ihnen galt mehrmals die ganze Aufmerksamkeit der Damen. Bauer bekommt mit Hannelore Hopfner vom noch jungen Zweigverein Schönsee, der erst seit fünf Jahren besteht, Unterstützung als Stellvertreterin. Das Schriftführeramt übernimmt Claudia Wiesent vom Zweigverein Waldau, die Martha Bauer folgt. Verzichten wollte die Vorstandschaft keinesfalls auf Pfarrer Hartl, der wieder zum geistlichen Beirat bestimmt wurde.

Stellvertretende Diözesanvorsitzende Luise Fischer und Bildungsreferentin Monika Schmidmeier informierten die Frauen aus Altenstadt, Eslarn, Etzgersrieth, Kaimling, Leuchtenberg, Miesbrunn, Moosbach, Neukirchen St. Christoph, Pleystein, Roggenstein, Schönsee, Tännesberg, Vohenstrauß, Waidhaus, Waldau und Waldthurn über "LebZeiten", das neue Schwerpunktthema des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB). Es greift den Zusammenhang von Leben, Lebensqualität und Zeit auf. Schmidmeier nannte Gründe für die zunehmende Beschleunigung, die in der Gesellschaft, Wirtschaft und Familie wie im Privaten spürbar sei. "Man hat immer das Gefühl, die Zeit ist zu kurz." Bewusst sollten die Frauen innehalten, das Alltägliche würdigen, Mußestunden einlegen oder Rituale erschaffen und anderen Menschen Zeit schenken. Jüngere Generationen könnten mit dem Wort "Muße" als beschauliche Zeit gar nichts mehr anfangen. Luise Fischer leitete mit einem Gedicht von Helmut Zöpfl "Geh weiter, Zeit bleib steh" auf so manche Anregung über, die in den Zweigvereinen umgesetzt werden könnte. Wohlfühlangebote, Workshops, Seminare, Märchenabende oder Erzähl-Cafés kämen sicherlich gut an. Doch auch Spiritualität und Bewegung harmonieren und könnten beim Pilgern, Wallfahrten oder Wandern mit Bibel und Rucksack umgesetzt werden. Das neue Schwerpunktthema sollte bei den jährlichen Veranstaltungen in den Frauenbünden immer wieder aufgegriffen werden.

Halbvoll oder halbleer?

Am Ende des 45-minütigen Vortrags betrachteten die Frauen eine Sanduhr, die unaufhaltsam die Zeit vorbeiziehen lässt. "Es gibt keine Möglichkeit, sie anzuhalten." Da lohne sich der Perspektivwechsel, denn ganz anders erscheine die Sanduhr, wenn der Blick nicht auf das obere, abnehmende Gefäß gerichtet werde, sondern auf das untere, das sich immer mehr fülle. "Wer das Ganze sieht, sieht zugleich, wie sich das Leben füllt und sammelt." Als Gläubige dürfe man darauf vertrauen: "Unsere Tage und Jahre sind geborgen im Herzen Gottes", schloss Schmidmeier.

Nach den Wahlen wurde den Anwesenden das Bildungsprogramm 2015 vorgestellt. Die Angebote stehen allen Frauen offen und orientieren sich an den Bedürfnissen und Interessen verschiedener Altersgruppen. Auf der Grundlage des christlichen Werteverständnisses bietet der KDFB zeitgemäße, attraktive, qualifizierte und bezahlbare Bildungsangebote zu frauenspezifischen Themen. Angebote für den beruflichen Wiedereinstieg sind darin ebenso zu finden wie Besinnungswochenenden oder Selbsterfahrungsseminare. Auch Rhetorik- und Zeitmanagement-Seminare, ein Finanz-Kompetenz-Training und vieles mehr werden angeboten.

Die Studienreise führt 2015 ins Piemont. In der Fastenzeit 2015 wird nach dem diesjährigen Erfolg auch wieder die Solibrot-Aktion mit dem Hilfswerk Misereor durchgeführt. Seit nunmehr 14 Tagen präsentiert sich der Diözesanverband des Frauenbundes mit einer überarbeiteten Homepage, bei dem sich Mitglieder im geschützten Bereich nach erfolgter Registrierung ausreichend informieren können.

Außerdem startet der Diözesanverband Regensburg mit anderen bayerischen Diözesanverbänden die Mitgliederwerbeaktion "Anbandeln", die sich an junge Mütter richtet - und es wird ein Buch mit gesammelten Kreativideen der Mitglieder entstehen.
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