Mit Panzerstahl

Schützenmeister Rainer Hengstl (rechts) gibt letzte Anweisungen für die Fertigstellung des neuen Kugelfangs der Schützengesellschaft 1565. Die Anlage wurde in Eigenregie erneuert, da sie nicht mehr den immissionsschutzrechtlichen Auflagen entsprach. Gerätewart Franz Völkl und Sportleiter Robert Diermeier (von links) legten ebenfalls Hand an. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
10.11.2014
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Ein Schießstand ist heutzutage ein Hochsicherheitstrakt. Laxe Sicherungen sind tabu. Die Mitglieder der Schützengesellschaft 1565 ließen sich nicht bitten. Sie griffen zu. Der Kugelfang wurde mit hartem Panzerstahl ausgerüstet. Alle Bestimmungen sind erfüllt. Pulverstaub und Bleibelastung werden auf ein Minimum reduziert.

Ihren Schießstand haben die Mitglieder der Schützengesellschaft 1565 in einer beispielhaften Eigenregie aufgerüstet und erneuert. Der 15 Jahre alte Kugelfang der 50 Meter langen Anlage entsprach nicht mehr den neuesten Richtlinien des Immissionsschutzes, informierte Schützenmeister Rainer Hengstl. Deshalb sei der Verein gezwungen gewesen, zu handeln und die Anlage zu erneuern.

Bisher fingen riesengroße Stoffballen die geschossenen Projektile auf. Diese dürften aber jetzt nicht mehr sein, erklärte der Schützenmeister. In großartiger Eigenregie mit den Mitgliedern und der Vorstandschaft wurde der Kugelfang in den vergangenen vier Wochen nun mit Stahllamellen umgebaut.

60 Einzelteile dieser Lamellen wurden fachgerecht eingebaut. Sie bestehen aus zwei Zentimeter dickem Panzerstahl und fangen die Geschosse künftig auf. Mit Schutzanzügen und Staubmasken entfernten die Helfer zuvor den bleibelasteten alten Kugelfang. Nur so ließen sich Gesundheitsschäden vermeiden. Als Rückprallschutz stemmten die freiwilligen Helfer riesige Gummimatten zur Befestigung an die Decke.

Knapp 15 000 Euro investierte der Verein in den neuen Kugelfang. Natürlich sei die Gemeinschaft dabei auf Spenden angewiesen gewesen. Viele einheimische Firmen hätten Bereitschaft gezeigt, lobte Hengstl. Einer der größten Unterstützer ist die Firma hm-sat aus Vohenstrauß, die dem Verein kräftig unter die Arme griff. Doch auch Hütten-Beton lieferte das Material zum Betonieren der Mauer unterhalb des Kugelfangs kostengünstig an.

Deshalb dankte Hengstl den Firmen. Wenn die Anlage heute durch einen sachverständigen Gutachter abgenommen wird, steht ab sofort einem geregelten Schießbetrieb nichts mehr im Wege.
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