Neuer Mann an der CSU-Spitze

Alexander Sollfrank (vorne, Zweiter von links) ist neuer Chef der Vohenstraußer CSU. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, Bernhard Grosser, Barbara Wutzlhofer und Franz Keim (von links) unterstützen ihn. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
19.03.2015
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Bei der CSU Vohenstrauß hat es einen Führungswechsel gegeben. Gerade rechtzeitig, fanden die Mitglieder. Denn nun kann sich der künftige Vorsitzende bis zur nächsten Stadtratswahl in fünf Jahren neu positionieren.

Nach sieben Jahren gab Willi Woldrich aus Roggenstein das Zepter im Gasthof "Zur Post" an den bisherigen Geschäftsführer Alexander Sollfrank aus Altenstadt weiter. Der 42-jährige verheiratete Familienvater mit zwei Töchtern nahm das Führungsamt an und versprach, sich nach besten Kräften einzubringen. Die Mitglieder statteten ihn mit einem großartigen Vertrauensbeweis aus.

Erfolgreicher Ortsverband

CSU-Übervater Franz-Josef Strauß hätte wahrscheinlich seine helle Freude mit dem Ortsverband, der mit Andreas Wutzlhofer den Bürgermeister stellt und mit seinen Mitstreitern die absolute Mehrheit im Stadtrat zurückeroberte. Mit fast 180 Kindern war die Ferienprogramm-Veranstaltung mit "Hermanns Kasperltheater" in der Stadthalle wieder ein Riesenerfolg. Der Erlös ging an die Aktion "Lichtblicke" der Regionalzeitung "Der neue Tag".

Beim "Advent im Schloss" an der Friedrichsburg kamen 1000 Euro zusammen, die für das Sozialamt der Stadt und den Bau des Pfarrheims der Katholischen Kirchenstiftung bestimmt waren. Horst Kopp erhielt viel Lob für die Verteilung der Glückwunschkarten.

Der bisherige Vorsitzende dankte Christian Stöcker für die Überlassung eines Raums in seinem neuen Haus an der Pleysteiner Straße. Dort könne die CSU nun alle Unterlagen und das gesamte Eigentum unterbringen. "Ohne Barbara Wutzlhofer geht es nicht", betonte Woldrich. Die Ehefrau des Bürgermeisters sei ein Organisationstalent ohnegleichen. Sie beschaffe und kümmere sich wie kein anderer um die politische Gemeinschaft, sie archiviere Unterlagen und sei sich für keine Arbeit zu schade. "Für mich bis du die stille Heldin in der CSU Vohenstrauß", würdigte Woldrich.

Respektvoller Umgang

Während seiner Amtszeit unterschrieben 35 Personen den Mitgliedsantrag, 4 weitere stehen kurz davor. Allergrößten Wert legte Woldrich auf einen vernünftigen und respektvollen Umgang mit allen anderen Parteien und Gruppierungen. "Wo sich andere fast die Köpfe einschlagen, haben wir einen fast partnerschaftlichen Wahlkampf im Interesse der Vohenstraußer Bürger geführt", betonte er. Um die Zukunft des 120-köpfigen CSU-Ortsverbands sei ihm nicht bange.

Schatzmeister Franz Keim legte einen zufriedenstellenden Kassenbericht vor. Harald Bäumler, der mit Christine Wiedermann die Belege prüfte, verteilte allerhöchstes Lob. Zur geplanten Behördenverlagerung gratulierte Landrat Andreas Meier. Mit den 40 Arbeitsplätzen könne man eventuell ein bestehendes Objekt neu beleben. Im Gesamtgefüge setzte der Entwicklungsplan ein klares Zeichen für die Region.

Außerdem zog Meier ein Fazit nach einem Jahr im Amt. Es sei eine gute Zeit gewesen, und mit der SPD habe man einen verlässlichen Partner gefunden. Anschließend ging der Windischeschenbacher noch auf die Politik im Landkreis ein. Dabei unterlief ihn ein Versprecher, der für Gelächter sorgte. Eigentlich wollte Meier einen Vergleich zu einer diesbezüglich weniger erfolgreichen kreisfreien Stadt in unmittelbarer Nähe ziehen und meinte: Dort wird "eingesperrt" anstatt eingespart.
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