Neuer Standort für die Tafel

Bei der Vohenstraußer Tafel läuft es dank der eifrigen Mitstreiter bestens. Leiterin Hedwig Reger (Fünfte von links) kann auf viele Unterstützer vertrauen. In den neuen Räumen in der Johann-Seltmann-Straße 10 hat die Tafel nun auch eine passende Bleibe gefunden. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
23.10.2015
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Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden, einsammeln und an Bedürftige verteilen. Nach diesem Rezept arbeitet seit Februar die Ausgabestelle der Tafel Vohenstrauß. Der große Zulauf stellt die Verantwortlichen aber vor Herausforderungen.

Was zuerst mit 20 Bedürftigen begann, steigerte sich in den vergangenen Monaten auf zwischenzeitlich 80 bis 90 Empfänger. Die Warteschlangen wurden immer länger. Die bisherigen Raumkapazitäten, zuletzt im Restaurant der Stadthalle, waren bald erschöpft.

Rund 20 Helfer

Hedwig Reger als Verantwortliche wurde auf der Suche nach neuen Räumen fündig: Die neue Adresse ist in der Johann-Seltmann-Straße 10. Am Donnerstag kam Bürgermeister Andreas Wutzlhofer und der Weidener-Tafel-Vorsitzende Josef Gebhardt mit Vorstandsmitgliedern und Helfern in das neue Domizil, um offiziell den Betrieb zu eröffnen. "Ich hätte nie erwartet, was sich mittlerweile aus der Idee 'Tafel' entwickelt hat", sagte der Rathauschef. Dabei hob er hervor, dass dies nicht zuletzt ein Verdienst von Reger und ihrem Team sei. Das Stadtoberhaupt nutzte die Gunst der Stunde öffentlich, den rund 20 Helfern zu danken.

Vermieter Harald Kraus habe beim Mietpreis sehr entgegenkommend verhandelt. Die Kosten trage die Stadt. Vorerst sei diese Zusage - nach einstimmigem Beschluss des Stadtrats - auf ein Jahr begrenzt. Vor allem die logistischen Vorteile überwiegen am neuen Standort. Außerdem würden die Bedürftigen und Empfänger nicht "auf dem Präsentierteller auflaufen", sondern könnten völlig in Ruhe ihre Körbe abholen. "Optimal gelaufen", betitelte Gebhardt die Vohenstraußer Entwicklung. Lange hegte man den Gedanken, hier eine solche Einrichtung zu gründen. Über Jahre hinweg sei es jedoch nicht gelungen. "Dann kamen plötzlich die richtigen Leute zusammen und seither läuft es." Gebhardt sprach dem Tafel-Team seine volle Anerkennung aus. Ohne Diskussion hätte der Stadtrat die Mietkosten genehmigt, was bestimmt keine Selbstverständlichkeit sei.

Männerhände gesucht

Die Tafel ist laufend auf der Suche nach "neue Nahrungsmittel-Quellen". Reger machte darauf aufmerksam, dass im Team noch mehr starke Männerhände nötig wären. Wer sich vorstellen könnte, mit anzupacken, der sollte sich bei Reger (Telefon 0151/40727889) melden. Neu geregelt wurden zudem die Preise für die Lebensmittelkörbe. Ein bis zwei Personen zahlen pro Korb 2,50 Euro, drei bis vier Personen 3 Euro und für fünf und mehr Personen betragen die Kosten 3,50 Euro.
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