Noch nicht verdorrt

Lokales
Vohenstrauß
10.10.2014
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Fast hätte das Totenglöcklein für den Obst- und Gartenbauverein geläutet. Doch die Hartnäckigkeit der stellvertretenden Vorsitzenden Anneliese Eger machte sich jetzt bezahlt.

Alfons Sier übernahm bei der Jahreshauptversammlung den Vorsitz und sicherte so den Fortbestand des Vereins. Außerdem zog Anneliese Eger mit Hildegard Busch, Andrea Diermeier, Angela Putzer, Gerda Krug, Maria Völkl, Gisela Völkl und Sier sieben neue Mitglieder an Land, die gleichzeitig ihre aktive Bereitschaft erklärten.

Das Aufatmen der Mitglieder beim Obst- und Gartenbauverein im Gasthof "Drei Lilien" war deutlich zu hören, als Wahlleiter und Bürgermeister Andreas Wutzlhofer den Namen des ins Auge gefassten designierten Vorsitzenden nannte. Auf der Tagesordnung war die Vereinsauflösung schon ernsthaft in Erwägung gezogen worden. Aus diesem Grund wurden bereits seit dem vergangenen Jahr keine Beiträge mehr eingesammelt.

Der jahrzehntelange Vorsitzende Hans Wurdack schraubte die Aktivitäten zurück und sah sich gesundheitlich nicht mehr in der Lage, noch einmal zu kandidieren. Fast ein halbes Jahrhundert stand der Vohenstraußer erfolgreich an der Spitze des Vereins. In letzter Zeit übernahm bereits stellvertretende Vorsitzende Anneliese Eger vieles in die Hand.

Angetrieben von der drohenden Auflösung, ließ Eger nicht locker. Wie man zu einem Posten kommt, verriet der neue Vorsitzende: "Entweder man drängt sich auf oder man wird von einer freundlichen, aber hartnäckigen Person so lange gebettelt, bis man nicht mehr Nein sagen kann." Jetzt hofft der neue Mann an der Spitze, dass der Obst- und Gartenbauverein noch nicht verdorrt ist und es dem neuen Vorstand gelingt, viele Triebe herbeizuzaubern.

Für eine Vereinssanierung stünde Sier bereit. Eger bleibt auf alle Fälle Stellvertreterin. Hildegard Üblacker übernahm für die nächsten vier Jahre die Schriftführer-Angelegenheiten. Max Stubenrauch kümmert sich wieder um die Finanzen und wird dabei neu von Hermann Bibel EDV-technisch unterstützt. Im Beirat sind Waltraud Schwartz, Reinhard Scherer (neu) und Gerhard Kreuzer. Letzterer erhielt Sonderapplaus für die Blumen-Arrangements am Kriegerdenkmal. Wutzlhofer übernimmt wieder die Kassenprüfung. In einer eigenen Festversammlung sollen Wurdack und der ausgeschiedene Karl Gläser für ihre Verdienste gewürdigt werden.

Höhen und Tiefen

Im Kreisverband machte sich Vorsitzender Albert Nickl große Sorgen um die Zukunft der Gemeinschaft. Der stellvertretende Landrat freute sich in der Sitzung umso mehr über den positiven Ausgang. "Höhen und Tiefen gibt es in jedem Verein", beschwichtigte Nickl. Sier werde den Obst- und Gartenbauverein nun mit neuem Leben erfüllen, war der Redner überzeugt. Lob zollte Nickl dem scheidenden Vorsitzenden für seine Lebensleistung von 48 Jahren in der Führungsrolle. "Das ist einmalig und im Landkreis beispielhaft, in einer Zeit in der Menschen sich lieber bedienen lassen, als zu dienen."

Claudia Saller von der Kreisfachberatung für Gartenbau und Landespflege ging in ihrem Referat auf das "Kompostieren im Hausgarten ein". Danach butterte Anneliese Eger voller Freude über den gelungenen Abend aus und verteilte Buttermilch und frische Butter an die Teilnehmer.
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