Nur einmal grünes Licht

"An der Lerau" wird es auch künftig keine Zick-Zack-Linien oder ausgewiesene Anwohnerparkplätze geben. Der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss lehnte den Antrag eines Anlieger einstimmig ab. Die Ausfahrt des Grundstücks links sei groß genug, zweimaliges Rangieren zumutbar. Bild: tss
Lokales
Vohenstrauß
16.10.2015
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Parken oder nicht parken? Mit dieser Frage musste sich der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss in seiner Sitzung beschäftigen. Anlass war ein besonderes Nachbarschaftsverhältnis.

Ein Anlieger an der Straße "An der Lerau" hatte Grenzmarkierungen für Halt- und Parkverbote, sogenannte Zick-Zack-Linien, oder die Anordnung von Anwohnerparkplätzen beantragt. Fahrzeuge, die gegenüber seines Hauses angestellt sind, erschwerten die Ein- und Ausfahrt zu dem Grundstück, informierte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer bei dem Treffen am Mittwoch. Die Ausfahrt sei jedoch groß genug, fand das Gremium. Außerdem sei zweimaliges Rangieren zumutbar, ergänzte Polizeihauptkommissar Bernhard Dobmayer. Daher lehnte der Ausschuss das Ansinnen einstimmig ab.

Kein Verkehrsspiegel

In einer Bürgerversammlung hatte ein Waldauer einen Verkehrsspiegel an der Einmündung Enge Gasse/Roggensteiner Straße im Ortsteil gefordert. Es gebe jedoch viele ähnliche Situationen in Vohenstrauß, meinte der Rathauschef. Außerdem sei das Verkehrsaufkommen an der Stelle zu gering. Daher gab es ebenfalls ein eindeutiges Nein gegen den Antrag. Das gleiche Urteil fällten die Mitglieder, als es in Kaimling um eine Gewichtsbeschränkung der Straße "Bierreißl" auf 7,5 Tonnen ging. Wilhelm Woldrich wusste, dass hier überwiegend landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs seien, die vom Limit befreit seien. Schwere Lastwagen nutzten die Strecke hingegen kaum. Dies bestätigte auch ein Anwohner.

Eine Baufirma hatte die Ausnahme vom Verbot für Gefährte über 7,5 Tonnen für den Hütbrunnenweg beantragt. Dies genehmigte der Ausschuss einstimmig. Die Strecke sei eine wichtige Verbindung zwischen zwei Kreisstraßen, sagte Wutzlhofer. Mit vier Metern sei sie allerdings zu schmal, bei der Erweiterung des Gewerbegebiets müsse die Straße innerhalb der kommenden fünf Jahre daher sowieso ausgebaut werden. Hans Bayerl hätte für die Thomasbühlstraße am Ortsausgang von Straßenhäuser gerne eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Kilometer pro Stunde gesehen. Die Sicht ab der Bushaltestelle sei für Fußgänger eingeschränkt, auch entgegenkommende Fahrzeuge könnten Erwachsene oder Kinder eventuell zu spät sehen. Wutzlhofer sah dies nach einem Selbstversuch jedoch anders, ebenso der Rest des Gremiums. Dobmayer appellierte außerdem an die Vernunft der Autofahrer. Daher gab es auch hier kein grünes Licht für den Antrag.
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