Partnerschaft besiegelt

Lokales
Vohenstrauß
25.10.2014
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Königliche Hoheiten empfängt man in einem Schloss, deswegen lud Bürgermeister Andreas Wutzlhofer die Gäste aus der Partnergemeinde Lauter-Bernsbach, die mit "Vugelbeerkönigin" Katrin Gundermann angereist waren, zum offiziellen Partnerschaftsakt in die Friedrichsburg ein.

"Nach 25 Jahren friedlicher Revolution unterzeichnen wir heute die Partnerschaftsverträge", erklärte das Stadtoberhaupt über den Zweck der Zusammenkunft. Die Oberpfälzer Lebensart und die hiesige Wirtshauskultur lernten die Gäste am Abend zuvor bereits in der "Alten Apotheke" kennen, so Wutzlhofer.

Beide Seiten kamen ganz ohne protokollarischen Zwang aus. Das mache diese Partnerschaft auch so lebens- und liebenswert, erkannte der Bürgermeister. "Es waren imposante bayerische Stunden, die wir hier erleben durften", brachte es der Bürgermeister der erzgebirgischen Stadt Lauter-Bernsbach, Thomas Kunzmann, auf den Punkt. Grüße übermittelte Kunzmann von seinem Vorgänger und "Urvater" der Partnerschaft, Frank Panhans. "Alles geht - nichts muss", so werde die lockere, ungezwungene Partnerschaft in eine gute Zukunft geführt.

Mit der Vertragsunterzeichnung "wächst zusammen, was zusammengehört", unterstrich Kunzmann. Wenn es auch immer wieder beiderseits Vorbehalte gebe, wünsche man sich doch eine gemeinsame Zukunft. Altbürgermeister Josef Zilbauer war froh darüber, "dass diese Partnerschaft nun papiermäßig erledigt wird". Unter Bürgermeister Franz Pausch knüpften die beiden Städte vor 25 Jahren erste Kontakte. Der ehemalige Stadtrat Hans Herrmann aus Erpetshof brachte zu einer Feier einen Übernachtungsgast aus Sachsen mit. Daraus entwickelte sich diese Partnerschaft. Zilbauer erwähnte die engen Bande, die mit der vormaligen Bürgermeisterin Ursula Gräfe bestanden haben. Leider verstarb die beliebte Bürgermeisterin überraschend im Jahr 2000 an einem Krebsleiden.

Zilbauer nannte den Festakt "seinen ganz persönlichen Reichsparteitag". Denn: "Ein Werk wird zu Ende geführt, das unter nicht ganz leichten Bedingungen entstanden ist." Niemand ahnte damals, dass einmal ein so schöner harmonischer Zusammenhalt daraus erwachsen würde. Beide Stadtoberhäupter unterzeichneten die Urkunden und tauschten Geschenke aus.

Nicht leicht hatten es da die Gäste aus dem Erzgebirge, denn Wutzlhofer ließ einen schwergewichtigen Patenschafts-Wappenstein aus Roggensteiner Granit anfertigen, der rund zwei Zentner auf die Waage bringt. Leichter hatte es dagegen Wutzlhofer, der das Partnerschaftsgeschenk ohne Probleme unter den Arm nehmen konnte, denn das kunstvoll verzierte Holzrelief wog weit weniger, war aber deswegen nicht weniger wertvoll. Im Anschluss trugen sich alle Anwesenden ins Goldene Buch der Stadt ein.
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