Polizeiinspektionsleiter Martin Zehent legt in Treffen des Vereins "Bürger und Polizei" ...
Mehr Einbrüche und Straftaten

Lokales
Vohenstrauß
29.04.2015
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Die gewaltige Zunahme von Straftaten und die gleichzeitige Streichung von Stellen bei der Polizeiinspektion Vohenstrauß passen nicht zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Beamten einen Anstieg von rund 200 Straftaten (37,8 Prozent). Diesbezüglich von vorgesetzten Stellen dann von einer unterdurchschnittlichen Belastung der Beamten in der Inspektion zu sprechen, sei irgendwie grotesk, meinten die Teilnehmer einer Versammlung des Vereins "Bürger und Polizei - Partner für Sicherheit".

Immenser Anstieg

Erster Polizeihauptkommissar Martin Zehent legte den Sicherheitsbericht vor. Besorgniserregend sind dabei die Einbrüche in der Region, die gewaltig nach oben schnellten. Die Steigerung um 10 Delikte mehr als im Vorjahr sei immens. 2012 gab es 3 Wohnungseinbrüche, 2013 waren es 4, und 2014 schon 14 Fälle. 26 Mal drangen die Täter zudem mit Gewalt in Hütten und Scheunen ein. 9 Dieseldiebstähle seien gemeldet worden. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion wurden im vergangenen Jahr 1636 Straftaten bekannt. 2013 waren es 1433. Die Aufklärungsquote betrug 86,1 Prozent (2013: 87,3). Allerdings würden diese Zahlen etwas verfälscht, da darin auch die Aufgriffe durch die Schleierfahndung beinhaltet sind. Am sichersten lebt es sich in Theisseil (3 Straftaten), gefolgt von Bechtsrieth (6), Waldthurn (10), Irchenrieth (20), Georgenberg (21), Pirk und Tännesberg (jeweils 30), Leuchtenberg (35), Moosbach (70) und Eslarn (79).

Pleystein, Vohenstrauß und Waidhaus setzen sich durch die Aufgriffe auf der Autobahn A 6 klar von den anderen ab. Entsprechend hoch sind hier die Zahlen: Pleystein (201), Vohenstrauß (264) und Waidhaus (867). Einschließlich des Durchgangsverkehrs errechnete der Dienststellenleiter 52 Straftaten auf 1000 Einwohner. Rechne man die Aufgriffe der Schleierfahnder weg, blieben 16 Straftaten übrig. Den größten Anteil nehmen die Delikte gegen das Ausländergesetz mit 422 Fällen ein. Danach folgten 264 Rauschgiftdelikte, 110 Verstöße gegen das Waffengesetz, 197 Diebstähle, 107 Gewalttaten, 104 Betrugsfälle, 73 Fälschungsdelikte, 63 einfache Körperverletzungen, 55 Sachbeschädigungen, 9 Sexualdelikte sowie 2 Tötungsdelikte. Überaus bedenklich stimmten den Polizeichef die Drogenaufgriffe, die im vergangenen Jahr wieder anstiegen. Die meisten sind Einfuhrverstöße. Wichtig wären Präventionsveranstaltungen, die aber mit dem straffen und dezimierten Personal einfach nicht mehr zu bewerkstelligen seien.

Von 617 auf 608 sanken im Inspektionsbereich die Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Allerdings stieg die Zahl der bei einem Unfall Getöteten: 2013 gab es 1 Toten und im vergangenen Jahr 2. Fast gleichbleibend sind die Wildunfälle (287). Die Unfallursache "Geschwindigkeit" traf in 19 Fällen zu, 4 Mal war Alkoholgenuss schuld.

69 Mal entfernten sich die Unfallverursacher unerlaubterweise, 31 Fälle klärten die Beamten auf. 27 Trunkenheitsfahrten entdeckten die Polizisten. 6 Fahrer wurden daran gehindert, sich betrunken ins Auto zu setzen. Eine Riesengefahr sieht der Polizeichef bei Fahrten unter Drogeneinfluss. Hier werde weiter unnachgiebig kontrolliert.
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