"Punktgenau im Plan"

Informationen aus erster Hand gaben (von rechts) Dekan Alexander Hösl und Architekt Josef Schönberger vor dem fast fertiggestellten Rohbau des neuen Pfarrheims. Bild: fjo
Lokales
Vohenstrauß
23.08.2015
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Warum kostet das neue Pfarrheim 1,2 Millionen Euro? Immer wieder müssten sich die Verantwortlichen diese fast vorwurfsvolle Frage stellen lassen. Um Informationen und Hintergründe zu den Kosten zu geben, lud die Kirchenverwaltung zur Pressekonferenz.

Architekt Josef Schönberger aus Tännesberg ging zunächst auf die zeitliche Abfolge ein. Im April begannen die Vorbereitungen, wenig später gingen die Arbeiten zum Rohbau los. Rechtzeitig vor dem Wintereinbruch soll das Gebäude beheizbar sein, um während der kalten Jahreszeit einen Großteil des Innenausbaus erledigen zu können.

Die Außenfassade mit Fenster- und Gesimsblechen sowie der Bepflanzung rundherum sind abschließend für das Frühjahr 2016 vorgesehen. Als fester Termin für die Gesamtfertigstellung mitsamt Abnahme und Übergabe ist die erste Maiwoche ins Auge gefasst.

Der Diplomingenieur ging auch auf die Kosten ein und scherzte: "Vielleicht ist das Gebäude zu einfach, schlicht und kompakt geplant." Stadträtin Martha Bauer ergänzte in ihrer Eigenschaft als Kirchenverwaltungsmitglied: "Das spart uns erhebliches an Folgekosten. Wer vermutet hinter diesem Rohbau auf den ersten Blick schon die stattlichen Außenmaße von fast 15 auf 17 Meter?"

Keine Nebenkosten

Und dann brachte Schönberger noch ein weiteres Argument zur Sprache: "Es gibt auch keine Neben- oder Zusatzkosten. Es ist bereits alles drin." Die katholische Gemeinde erhalte hierfür ein voll ausgebautes Gebäude in allen drei Geschossen inklusive der kompletten Außenanlage, mitsamt Inneneinrichtung.

Im Gesamtpreis wären ebenso die Mehrkosten zur Realisierung aller behördlichen Auflagen, wie Fluchtwege und Brandschutzeinrichtungen schon drin: "Gerade dabei handelt es sich um kostenintensive Geschichten." Kirchenpfleger Günther Hassmann gab noch eine weitere Begründung: "Wir konnten aus dem Altbau überhaupt nichts mitnehmen."

Der Neubau befindet sich laut Schönberger aktuell im Übergang zur Fertigstellung des Rohbaus. Dachdecker- und Spenglerarbeiten seien als nächstes dran. Parallel starte innen die Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallation. Die Produktion der Holz-Alu-Fenster und weiterer Leichtmetallelemente stehe in der Vorbereitung.

Für Mitte September rechnet der Architekt mit dem Beginn der Innenputz- und weiterer Ausbauarbeiten: "Mit diesem Terminablauf sind wir punktgenau im Plan, der die Fertigstellung des Ausbaues in der 37. Kalenderwoche vorsieht."

Alle Gewerke seien mit Ausnahme der Außenanlagen und Inneneinrichtung vergeben; zumeist an heimische und regionale Firmen. Dazu betonte Schönberger noch einmal: "Die Kostenentwicklung entspricht nach derzeitigem Stand allen Vorgaben."

Bisher 120.000 Euro Spenden

Hierzu ergriff Dekan Alexander Hösl das Wort und teilte den aktuellen Spendenstand mit, welcher sich ganz knapp an der Schwelle zu 120.000 Euro befinde. Trotz der stolzen Summe gelte es, an die Vereine, Verbände und Privatpersonen zu appellieren, um weitere Spendengelder zu erhalten. Dies sei ein Aufruf an viele weitere Unterstützer, damit das Vorhaben auch finanziell gut gelinge, betonte der Seelsorger.
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