Sängerin für Band gestohlen

Erst seit rund einem halben Jahr spielt die Reggaeband "Stolen Josie" zusammen. In der Zeit gab es schon acht Auftritte, wie hier im Café "Parapluie" in Weiden. Bild: hfz
Lokales
Vohenstrauß
27.05.2015
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Die meisten Bands suchen sich Musiker, wenn sie welche brauchen. Im Fall der Nachwuchsformation "Stolen Josie" ist das jedoch völlig anders.

Vanessa Thoma war bis vor einem halben Jahr solo als "Josephine" unterwegs. Bis Hannes Gilch kam und die Sängerin quasi aus ihrem Projekt gestohlen hat - schon war "Stolen Josie" geboren. Der Vohenstraußer war auf die Flosserin aufmerksam geworden, als er in einem Studio in Schirmitz ein Video von ihr sah. "Wieso ist sie nicht in einer Band?", fragte sich Gilch. Über Umwege kam er nach einiger Zeit an ihre Telefonnummer, hat dann sofort angerufen und sofort die Zusage bekommen.

Gilch kannte außedem noch den Gitarristen Jakob Rom aus Moosbach, der die Weidnerin Manuela Bodensteiner (Bass) mit ins Boot holte. Beide waren im Kepler-Gymnasium schon in einer Big-Band. Als "Stolen Josie" spielen die Vier nun Reggae, gemischt mit Pop. Das Besondere: Im Repertoire sind ausschließlich Eigenproduktionen, Texte und Musik stammen von Thoma. "Sie kommt fast jede Woche mit neuen Songs an, die die Band dann verfeinert", sagt Gilch. "Sie kommen dann zwar manchmal auch ein bisschen anders raus als gedacht, sind aber trotzdem cool", ergänzt die junge Frau.

Chemie stimmt

Die Chemie in dem Quartett scheint also zu stimmen. Schlagzeuger Gilch hat schon in einigen anderen Combos gespielt, so wohl wie jetzt von Anfang an hatte er sich zuvor aber selten gefühlt. Für Thoma, die gerade eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester absolviert, ist die Musik ein guter Ausgleich für den Stress im Beruf. "Man macht es, weil etwas dabei herauskommt", meint der Vohenstraußer. Zu Proben treffen sie sich zwei bis drei Mal im Monat.

In dem halben Jahr standen "Stolen Josie" von Weiden bis Nürnberg schon acht Mal auf der Bühne. Auch in einem Regensburger Radiosender waren sie schon zu hören. "Danach gab es einiges an Feedback", erzählt Thoma. Und es gibt auch bereits eine kleine Fangemeinde.

"Die Auftritte werden langsam größer", freut sich Gilch. Nächste Termine sind in Stríbro (13. Juni), in Vohenstrauß (20. Juni und 10. Juli), in Altenstadt/WN (17. Juli) und in Neunburg vorm Wald (23. August).



Publikum feiert mit

Die Stimmung beschreibt Gilch als "ganz anders als bei Rockkonzerten, das Publikum feiert so richtig mit". Und das, obwohl "Stolen Josie" in klassischer Popbesetzung mit Bass, Gesang, Gitarre und Schlagzeug eher keine typische Reggaeband ist. "Der minimalistische Reggae-Sound ist aber genau das, was uns ausmacht." Ein fünfter Musiker als Keyboarder oder Gitarrist ist deshalb momentan gar nicht nötig.

Geplant ist vielmehr, einmal ins Tonstudio zu gehen. "Wir sollen in ein, zwei Jahren eine CD aufnehmen. Die Lieder sind gut genug und den Leuten würde es gefallen", findet Gilch.
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