Schloss im Ausnahmezustand

Lokales
Vohenstrauß
01.12.2014
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Am Eröffnungstag war es bitterkalt, denn der böhmische Wind blies kräftig durch den Hof der Friedrichsburg. Und Schneeflocken blieben leider auch aus. Trotzdem herrschte beim sechsten "Advent im Schloss" an zwei Tagen wieder Ausnahmezustand.

Die Veranstaltung lockte Tausende von Besuchern in die schön geschmückte Weihnachtsstube in der Hunderte von Lichtern funkelten. In den ersten Reihen drängten sich vor allem Kinder mit großen Augen und offenen Mündern, denn es gab viel zu entdecken.

Kleines Adventsdorf

Verführerisch zog der Duft von Mandeln, Zuckerwatte und Plätzchen über das Gelände. Romantik war überall. Fast schien es, als schmiegten sich die Buden und Hütten an die Schlossmauern ringsherum. Ein gold-rot geschmückter Tannenbaum, dampfende Glühweintassen und Holzgeruch prasselnder Lagerfeuer sorgten im kleinen Adventsdorf für besinnliche Stimmung. Die Besucher waren vor allem damit beschäftigt, sich durch die vielen kulinarischen Genüsse zu probieren. Heimische Handwerkskunst und Spezialitäten aus der Region als Mitbringsel oder Weihnachtsgeschenk gab es im Schlossinneren zu Hauf. Einige Anbieter wie der Missionskreis, Elternbeiräte der Schulen und Kindergärten oder der Vereine verbanden mit ihrem Verkauf einen sozialen Zweck. Ein Bummel über den Markt lohnte sich gewiss.

Der Waldauer Gospel-Chor unter Leitung von Hans-Josef Völkl wollte nicht nur mit seinem Gesang erfreuen sondern ließ eine Spendenbox kreisen und sammelte für Bedürftige in der Region. 170,70 Euro reichte der Völkl später ans Sozialamt der Stadt weiter. "In der dunklen Jahreszeit mit den kalten Winden suchen wir Geborgenheit, wollen Wärme finden. Hast ein Bett du und ein Dach, schätze diese Gaben. Mancher sehnt sich nur danach, einen Platz zu haben", versicherten die Kindergarten-Erzieherinnen mit den Kindern aus Roggenstein rund um den Adventskranz bei ihrem Auftritt.

Einfach an den Ständen und Buden stehen bleiben, genießen und die schönen Dinge betrachten - es lohnte sich. Knapp 70 Fieranten hatten ihre Stände im Parterre und ersten Stock im Schloss aufgebaut, um in den drei Marktsegmenten - rustikal, traditionell und romantisch - Waren aller Art anzubieten. Im Dunkel der Nacht bliesen Johannes Gruber und Josef Schneider vom Turm zu den Gästen in den Hof hinab, die angesichts der adventlichen Klänge verzaubert lauschten.

Adventliche Weisen

Der evangelische Posaunenchor eröffnete am Sonntagvormittag den musikalischen Budenzauber, dem Roggensteiner Blaskapelle, Damen-Big-Band Waidhaus und die Blechbläsergruppe während des Tages folgten, um mit adventlichen Weisen Vorweihnachtsstimmung unter den Gästen verbreiteten. Nicht so recht gezündet hatte die erstmals angebotene Kinderbetreuung. Angesichts des Beitrags von fünf Euro nahmen viele Eltern ihre Sprösslinge beim Gang durchs Schloss lieber an die Hand.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/weihnachtsmarkt2014
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