Sie lassen sich nicht mit Geld kaufen - Leistung der Ehrenamtlichen beim Mitarbeiter-Dankabend ...
Die wichtigen Dinge im Leben

Auf gute Zusammenarbeit auch 2015: Vertrauensfrau Ulrike Kießling, Stadtpfarrer Peter Peischl, Religionspädagogin Sabine Dorn und Uli Münchmeier (von links) vom evangelischen Kirchenvorstand stoßen auf ein erfolgreiches neues Jahr in der Gemeinde an. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
19.01.2015
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Es gibt Menschen, die sind einfach zur Stelle, wenn sie gebraucht werden - ohne Wenn und Aber, ganz selbstverständlich. Meist wird deren Wert erst erkannt, wenn sich eine Lücke auftut, weil sie fehlen. Es sind die unzähligen Ehrenamtlichen, die sich für ihre Kirchengemeinde engagieren. Der evangelische Stadtpfarrer Peter Peischl und die Religionspädagogin Sabine Dorn laden jährlich mit dem Kirchenvorstand zum Mitarbeiter-Dankabend ins evangelische Gemeindehaus ein.

Am Freitag nahmen sich wieder viele Helfer Zeit, schöne Stunden mit Freunden und Bekannten zu verbringen. Die Vertrauensfrau im Kirchenvorstand, Ulrike Kießling, und ihr Stellvertreter Uli Münchmeier sagten "Vergelt's Gott" für die unterschiedlichen Dienste, die sie - meist still und unbeachtet von der Öffentlichkeit - im Hintergrund leisten. Beide wüssten, wie schwierig es im Alltag häufig sei, den Dank für das Selbstverständliche nicht zu vergessen. Sie wüssten auch, dass es sich Menschen selbst im Ehrenamt nicht immer einfach machten.

Neue Herausforderungen

Durch ihr Engagement schafften die Helfer Verbindungen und würden immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Aufgaben, die Kirche, Gemeinden, Gruppen und Kreise vielleicht sogar zu überfordern drohten, aber trotzdem - bei festem Gottesglauben - zu bewältigen seien. "Unser Engagement ist nicht nur ein Gewinn für andere und für unsere Kirchengemeinde, sondern für jeden Einzelnen selbst." Die wichtigen Dinge im Leben ließen sich nicht mit Geld kaufen: Liebe, Gesundheit, Familie, Glaube, Gemeinschaft, Freundschaft und das Ehrenamt.

Heute gehe es um die, die unzählige Ehrenamtsstunden in der Kirchengemeinde leisten, egal an welcher Stelle, bei welcher Gelegenheit oder in welcher Intensität. Natürlich könne der Abend nicht aufwiegen, was die Teilnehmer erbringen. Die Ehrenamtlichen gehörten zu den unbezahlbaren Schätzen in der Kirchengemeinde, und darauf wolle man nicht verzichten, unterstrichen die beiden Redner.

Jeder ein Mosaiksteinchen

Jede einzelne Person sei ein Mosaikstein. Oftmals würde ein kleines Mosaiksteinchen durch ein neues ersetzt und sei vielleicht ganz anders als das alte, scheine im Gesamtbild nicht zu passen. "Sollten wir es deshalb gleich herausreißen? Oder können wir es zulassen und akzeptieren?" Daraus entstünde eventuell ein anderes Gesamtbild, ein anderes Mosaik, jedoch genauso wertvoll wie das alte.

Der Kirchenvorstand sei für jedes ehrliche Wort und für jede Meinung dankbar. Dankbar aber auch für jede Kompromissbereitschaft, für Demut, für die Kraft des Verzeihens, für die Bereitschaft, für Neuerungen offen zu sein sowie für die Nächstenliebe. Dies seien Dinge, die weder in der Kirchengemeinde, im Glauben noch im Ehrenamt fehlen dürften. Es gehe um das Zeichen, dass es unzählige Menschen gebe, die nicht nur an sich selbst dächten, die anpackten und bereit seien, sich einzubringen. Der Blick in den Gemeindesaal verdeutliche, dass Ehrenamt keine Frage des jeweiligen Alters sei.

"Nehmt einander an"

Kießling und Münchmeier waren überzeugt, dass es ein "gemeinschaftsfördernder Vorsatz" sei, sich die Jahreslosung 2015 immer wieder vor Augen zu halten und danach zu handeln: "Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob." Stadtpfarrer Peter Peischl und Religionspädagogin Sabine Dorn legten der einleitenden Andacht den Matthäus-Absatz "Ihr seid das Licht der Welt" zugrunde. Man zünde nicht ein Licht an und stelle es unter den Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so leuchte es allen, die zu Hause sind. Ohne Licht könne kein Mensch leben, keine Blume gedeihen. "Manchmal brauchen wir andere, die uns zum Licht werden." Jeder Mensch trage in sich den göttlichen Funken, denn Gott habe ihn in uns hineingelegt. "Wir müssen die Flamme hüten und nähren, damit sie stark wird, damit ihr Licht einen großen Schein wirft und die Umgebung erhellt."

Es gebe Menschen, die strahlten eine Wärme und Güte aus, sie haben lichte Gedanken, nichts Böses im Sinn und sind in ihrem Herzen anderen freundlich gesinnt. "Bei ihnen fühlen wir uns wohl."

Bevor es zum gemütlichen Teil überging, durften sich die Gäste vom Kirchenvorstand so richtig an einem warmen Büfett verwöhnen lassen.
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