Spiel, Satz und Nigg

Klaus Nigg (Vierter von links) bleibt weiterhin Vorsitzender des größten Sportvereins im Landkreis. Im Vorstand kann er sich auf seine Mitstreiter verlassen. Im vergangenen Jahr feierte der Turnverein 150. Geburtstag. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
18.06.2015
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Das gab es in der 150-jährigen Vereinsgeschichte noch nicht. Klaus Nigg führt den Turnverein seit 14 Jahren, so lange wie noch niemand. Nun kommen noch ein paar Jahre dazu.

Denn die Mitglieder wählten ihn wieder. 100 Prozent der Stimmen bedeuten einen Vertrauensbeweis. Ein Jahr nach dem Jubiläum (150 Jahre) zeige der Verein keinesfalls greisenhafte Züge, merkte stellvertretender Vorsitzender Dieter Mittelmeier an. Die Übungsleiter bezeichnete er als "Herzstück des TV" und eierlegende Wollmilchsäue.

Nigg selbst hob drei Veranstaltungen im Jubiläumsjahrs 2015 hervor: Ein Fest im Schlossgarten an der Friedrichsburg mit "I Dolci Signori", den Landkreislauf sowie den Kommersabend in der Stadthalle. Stolz präsentierte der Vorsitzende die Zahlen. 750 der 1756 Mitglieder würden aktiv am Sportbetrieb teilnehmen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Mitglieder um 26 gewachsen. Bei den Sportabzeichen habe der TV erstmals den Kreiswettbewerb mit den meisten Sportabzeichen (102) im BLSV-Kreis Weiden-Neustadt gewonnen. Es werde am Freiwilligen Sozialen Jahr festgehalten. Bei Interesse könnten sich schon jetzt junge Leute für das kommende Jahr bewerben. Ebenso beteiligt sich der TV am Sportangebot "Kunterbunt" für die Asylbewerber und Flüchtlinge, das noch bis Mitte Juli laufe.

Für Neues offen sein

Freude herrscht beim Turnverein über die Umgestaltung und Sanierung des Sportzentrums. Ab Herbst fänden die Sportler optimale Zustände vor. Dafür bedankte sich der Vorsitzende schon jetzt bei der Stadt. "Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass erfolgreiche Aktionen in der Vergangenheit zum Selbstläufer werden", betonte Nigg. Das Freizeitangebot sei groß und deshalb forderte er alle Mitstreiter auf, neuen Trends aufgeschlossen gegenüberzustehen, ohne Altbewährtes über Bord zu werfen. Höchste Priorität komme der Ausbildung von Übungsleitern und Trainern zu.

Im Übrigen dürfe sich der TV - auch wenn das Hauptaufgabe bleibe - nicht nur als Gemeinschaft für den Breitensport verstehen: "Wenn junge Leute bereit sind, intensiv zu trainieren, um Spitzenleistungen zu erreichen, müssen wir dafür Gelegenheit schaffen und das auch fördern." Schatzmeister Josef Pflaum ist für einen "finanziell gesunden Verein" tätig und verwies auf ein stabiles Beitragsaufkommen, wenngleich der Spendenposten im abgelaufenen Vereinsjahr leicht rückläufig war. Franz Wolf prüfte mit Gabriele Buchbinder die Kasse und attestierte hervorragend geführte Bücher.

Verdiente geehrte

Nigg verabschiedete schließlich verdiente Abteilungsleiter und Ausschussmitglieder mit einem Geschenk. Dazu gehörten: Dominik Buchbinder, Hermann Schötz, Alfred Schwabl und Andrea Woldrich. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, selbst "Kind des TV", gab das Lob, das er zuvor für die Sanierung des Sportzentrums erhielt, an den Verein zurück, denn der biete in 15 Abteilungen vielschichtigen Sport an und schenke damit ein Stück Lebensqualität, wie alle anderen Vereine.
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