Stadt arbeitet Wunschliste ab

Lokales
Vohenstrauß
14.09.2015
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Von den vielen Anregungen, die Bürgermeister Andreas Wutzlhofer aus den Bürgerversammlungen im Juni und Juli mit auf den Weg bekam, hat die Stadtverwaltung schon etliche in Angriff genommen. Eine davon betrifft die Öffnungszeiten des Bauhofs zur Grüngutanlieferung.

Der Stadtrat beschloss am Donnerstag, dem Wunsch vieler Bürger nachzukommen und den Bauhof in der neuen Saison am Dienstag und Samstag zur Anlieferung von Grüngut länger zu öffnen. Wutzlhofer hatte vorgeschlagen, die Tore an den beiden Öffnungstagen jeweils eine Stunde länger offen zu lassen. Die Anregung eines Bürgers, den Bocklweg im Winter in Richtung Waldau für Fußgänger zu räumen, unterstützte das Gremium dagegen nicht. Dritter Bürgermeister Hans Gollwitzer hatte eingeworfen, dass auf diesem Weg oft Leute mit ihren Schlitten unterwegs seien: "Ich sehe keinen Sinn darin, den Weg zu räumen."

Lärm an der Autobahn

Der Rathauschef ging auf fast alle Anregungen aus den Bürgerversammlungen ein. Unter anderem informierte er über den aktuellen Stand in Sachen Verkehrslärm an der A 6, der vor allem den Ober- und Unterlindern schwer zu schaffen mache. Er versprach, nochmals die Abgeordneten auf dieses Problem anzusetzen. Ein Tempolimit in dem Bereich der Autobahn, wie von SPD-Stadträtin Gabi Eichl nochmals vorgeschlagen, werde sich laut Wutzlhofer wohl nicht durchsetzen lassen.

Wenig habe sich seit den Bürgerversammlungen auch beim Thema "Unfälle mit radfahrenden Asylbewerbern" ergeben. Auf die eingereichte Petition gebe es bislang vom Landtag keine Reaktion. Auch vom Innenministerium habe die Stadt bislang keine Antwort erhalten. In einem Schreiben habe MdB Uli Grötsch erklärt, dass die Aussichten auf eine zufriedenstellende Lösung wohl gering seien.

Anschließend ging es um eine Änderung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet "Vohenstrauß Ost". Der Produktionsbetrieb PSZ electronic plant eine erhebliche Erweiterung auf Teilflächen, die sich in Besitz der Stadt befinden. Für das Vorhaben, über das der Bürgermeister im nichtöffentlichen Teil der Sitzung informierte, ist eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig. Eine öffentliche Straße müsste künftig als überbaubare Fläche ausgewiesen sowie ein Teilstück der biotopartigen Hecke entlang der Straße "Im Gstaudach" entfernt und an anderer Stelle als Neuanpflanzung vorgesehen werden. Wutzlhofer machte sich für den "Vorzeigebetrieb mit kometenhafter Entwicklung" stark. Der Beschluss fiel einstimmig aus.

Bauamtsleiter Johann Balk stellte die Bilanz der Wasserwerks-Photovoltaikanlage vor. Das Jahresergebnis für 2014 beträgt 62 589,72 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich eine geringe Verbesserung. Das Prinzip der Kostendeckung sei erfüllt worden. Die Photovoltaikanlagen brachten im Wirtschaftsjahr 2014 ein positives Ergebnis von 9361 Euro. Im Durchschnitt überschritten alle PV-Anlagen wegen der guten Sonnenstunden den prognostizierten Ertrag um etwa 11 Prozent. Balk: "Es handelt sich dabei um ein durchschnittliches Ertragsjahr."

Kosten für Führerscheine

Der Kommandant der Feuerwehr Vohenstrauß hat vor einiger Zeit mitgeteilt, dass in absehbarer Zukunft mehrere aktive Feuerwehrler aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Es handle sich um Wehrmänner, die Fahrzeuge bedienen, bei denen die Fahrerlaubnis für die Klassen C/CE erforderlich ist. Nun müssten Nachwuchskräfte mit dieser Fahrerlaubnis ausgestattet werden. Der Kommandant bat die Stadt darum, die Kosten für den Erwerb der Führerscheine zu übernehmen. Der Stadtrat hatte dagegen keine Einwände.
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