Stadt bringt Eis zum Schmelzen

Kinderprinzessin Marie machte an der Seite ihres Prinzen Niklas eine tolle Figur.
Lokales
Vohenstrauß
27.01.2015
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Die närrische Zeit begann am Sonntag endlich auch für den Faschingsverein (VFV). Nach der von Etikette und Abendgarderobe bestimmten Inthronisation brach der Familienball das Eis für farbenfrohe Kostümierungen und eine gehörige Portion Spaß.

Das Kinderprinzenpaar Marie und Niklas stahl Prinzessin Vanessa I. und Prinz Christoph I. mit einem wunderschönen Tanz die Schau. Was Bambini- und Kindergarde in einer fabelhaften Gemeinschaftsaktion lieferten, war traumhaft. Wie im Märchenland durften sich die überwiegend jungen Besucher fühlen, als Vizepräsident Mattes Brümmer plötzlich in Person eines Geschichtenerzählers auftauchte und mitten auf der Bühne in einem bequemen Schaukelstuhl Platz nahm.

Es war einmal ...

Er griff tatsächlich zu einem dicken Buch und fing an zu lesen: "Es war einmal." Doch nicht irgend ein bekanntes Märchen erklang aus seinem Mund, sondern eine von Katharina Meyer und Julia Schärtl erdachte Geschichte. Das war der Rahmen für die große Nachwuchsschar, die daraus eine einfühlsame Tanzshow unter Mitwirkung von Michael Janker zauberte. Prinzessin Marie schlüpfte in die Titelrolle, in der sie ganz aufging. Fröhlich und aufgeweckt kuschelte sie mir ihrem Teddy und tollte im Garten umher. Der ganze Hofstaat liebte sie wegen ihrer Herzlichkeit.

Doch da gab es noch ihre sehr auf Distanz bedachte Schwester, die immer allein spielte und jede Gesellschaft mied. Ein Fluch lastete auf ihr, mit dem sie den Winter für immer in Vohenstrauß halten wollte.

Pinguine ließen sich nieder

Das ging soweit, dass sich hier sogar Pinguine und lebendige Schneemänner niederließen. Doch nach mehreren Jahren hatten alle Vohenstraußer die eisige Kälte satt und vertrieben das Eis gemeinsam aus der Stadt. Mit Hilfe der Leibgarde und der Liebe konnte das ewige Eis geschmolzen und der Fluch gebannt werden.

Nach dieser farben- und facettenreich getanzten Geschichte bewies das Kinderprinzenpaar Moderatoren-Talent. "Ich freue mich, dass wir euch heute allen unser Programm zum ersten Mal präsentieren konnten", begrüßte Prinz Niklas das Publikum, und Prinzessin Marie ergänzte frei weg: "Mein Prinz und ich freuen uns, dass ihr so zahlreich gekommen seid." Dann legte sie noch das Mikrofon beiseite und rief durch den großen Stadthallensaal unerschrocken mit lauter Stimme den VFV-Slogan.

Lob für Trainerinnen

Bei soviel Selbstbewusstsein war die Ordensübergabe durch das große Prinzenpaar nur noch reine Formsache. Präsidentin Birgit Stengel lobte die "tolle und starke Truppe" mit den Trainerinnen Katharina Meyer, Jasmin Wührl und Julia Schärtl in den höchsten Tönen. Gleiches galt für die Betreuerinnen, Christine Enderlein und Michaela Wührl. Viel Applaus begleitete die Ordensverleihung an die Eltern der Kinderprinzen. Mitglieder der Prinzenpaare führten Manuela und Roland Hartinger hierzu ebenso durchs Publikum wie Sabrina und Thomas Reindl.

Dabei gab es eine Idee, die voll einschlug: Das Musikduo "Boarisch Buam" aus Dießfurt tauschte den Narhalla-Marsch durch eine eigene Variation des "Böhmischen Traums". VFV und Publikum waren von dieser Neukreation des beliebten Klassikers vollauf angetan und klatschten rhythmisch mit. Eine besondere Ehrung war es für Michelle Wührl, als sie die beiden Präsidenten und das Prinzenpaar für fünf Jahre aktives Tanzen auszeichneten. Eine Stunde später gehörte dem super gemachten Premierenauftritt der Jugendgarde die Aufmerksamkeit im Saal.

Feurige Magie

Der klassischen Eisrevue mit langsamen, eleganten Bewegungen folgte Schlag auf Schlag eine wilde Faszination als unübersehbarer Eisbrecher mit schnellen Rhythmen. Dazu hatte die Choreographie mit Kostümentwürfen von Heidi Sollfrank feurige Magie, einen Hauch Liebe und modernen Hipp-Hopp kombiniert. Wieder hörte der Schlussbeifall kaum auf, der ebenso den Trainerinnen Tanja Pflaum, Anna Birkner, Kristin Gruber und Theresa Rauch galt. Einer der Orden in der zweiten Verleihungsrunde gebührte Ehrenrat Peter Wende.

Polonaisen und fetzige Hits für die Tanzrunden von Eltern oder Oma und Opa mit dem Nachwuchs überbrückten das geballte Programm, zu dem die Mitternachtsshow der Prinzengarde ebenso gehörte wie eine Wiederholung des pompösen Auftakt-Szenarios aus dem Inthronisationsball vor 14 Tagen.
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