Stadtrat beschließt Vereinsbeitritt - Kommunales Förderprogramm verlängert - Pfarrgasse erneut ...
Vohenstrauß hofft auf Metropolregion

Lokales
Vohenstrauß
09.01.2015
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In der ersten Stadtratssitzung des Jahres legte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer am Donnerstag ein rasantes Tempo vor: In der Rekordzeit von nur 17 Minuten waren die Tagesordnungspunkte des öffentlichen Teils abgehandelt - und das einstimmig.

Die Stadt Vohenstrauß tritt der Europäischen Metropolregion Nürnberg e.V. (EMN) bei. Kosten oder Beiträge würden hierfür nicht anfallen, erklärte Stadtkämmerer Rainer Dötsch. Der Landkreis Neustadt/WN ist bereits Mitglied in dem Verein und würde dies mit seinem Beitrag von zehn Cent pro Einwohner abgelten.

Wutzlhofer, der als Bürgermeister automatisch Ratsmitglied ist, meinte, dass sich die Aktionen der Metropolregion bislang im östlichsten Teil des Vereins sehr ausdünnen würden. "Trotzdem wäre es falsch, diesen Schritt nicht zu tun."

Außerdem beschloss der Stadtrat, dass das kommunale Förderprogramm der Stadt mit einem jährlichen Volumen von 35 000 Euro bis zum 31. Dezember 2018 verlängert wird. Wutzlhofer meinte, dass sich beim anstehenden Ausbau der Bahnhofstraße private Projekte ergeben werden, die die Stadt aus diesem Topf fördern könnte.

"Senioren-Taxi": kein Träger

Für das Projekt "Senioren-Taxi" nach dem Beispiel des "Fifty-Fifty-Taxis" sucht Wutzlhofer weiter nach einem Träger. Der VdK sehe sich derzeit nicht in der Lage, als Träger dieser geplanten Einrichtung aufzutreten. Trotzdem will der Bürgermeister an der "sympathischen Idee" für die Senioren der Großgemeinde festhalten.

Dr. Heinrich Gref fragte nach, ob es denn stimme, dass Asylbewerber in ihrem Wohnbereich nicht Schneeräumen dürfen. Wutzlhofer konnte dazu keine Auskunft geben: "Das entzieht sich leider meiner Kenntnis."

Außerdem monierte der SPD-Stadtrat Gref, dass er derzeit zwei Flüchtlingsfamilien als Pate betreue, die zu einem Gesprächstermin nach Zirndorf anreisen müssen, aber über keinerlei Deutschkenntnisse verfügen, Anstelle von ehrenamtlichen Betreuern sollten doch Beamte während ihrer Dienstzeit mit den Asylbewerbern nach Zirndorf fahren. "Dass Beamte in höheren Ebenen nicht selbst auf diese Idee kommen, wundert mich nicht", meinte Gref.

Die beiden Familien seien kurz nach Weihnachten in Vohenstrauß angekommen und wussten anfangs nicht, wohin sie sollten. Für ein sechs Monate altes Baby hätten sie nicht einmal Essen dabei gehabt.

Wutzlhofer meinte dazu, dass hier die Verwaltung der Regierung der Oberpfalz zuständig sei. Uli Münchmeier ergänzte, dass die Familien mit Essen und Kleidung zügig versorgt worden seien. In dem Zusammenhang sprach der Bürgermeister dem Arbeitskreis "Asyl", in dem auch einige Stadträte aktiv sind, für sein wichtiges Engagement großen Dank aus.

Lösung für Pfarrgasse

Nach der Anfrage von Alfons Raab, bei der es erneut um die Sichtbehinderung für Linksabbieger in der Pfarrgasse (gegenüber der Sparkasse) ging, erklärte Wutzlhofer, dass man nun eine Lösung anbieten könne: Der betreffende Parkplatz an der Kreuzung, der die Einsicht in die Straße so schwierig macht, wird als Behindertenparkplatz ausgewiesen.

"Der wird damit deutlich weniger beparkt sein", schätzt der Bürgermeister. Diese verkehrsrechtliche Anordnung dürfte laut Wutzlhofer ausreichen. "Baulich werden wir an der Stelle nichts machen."
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