Stellenabbau nicht hinnehmen

Lokales
Vohenstrauß
02.10.2014
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Müssen die Bürger der Region zukünftig um ihre Sicherheit fürchten? Die beiden Altbürgermeister Josef Zilbauer (Vohenstrauß) und Johann Walbrunn (Pleystein) schlagen zusammen mit Bürgermeister Andreas Wutzlhofer Alarm.

Sollte die Personaldecke der Polizeiinspektion Vohenstrauß - wie angekündigt - um drei Beamte gekürzt werden, werde das große Einschnitte für die Bürger mit sich bringen. Davon ist das Trio überzeugt. Zilbauer und Walbrunn sind Vorsitzende des Vereins "Bürger und Polizei - Partner für Sicherheit". "Diesen Stellenabbau können wir nicht hinnehmen", meint Zilbauer erbost. Jetzt starten die beiden Vorsitzenden mit allen 13 Bürgermeistern im gesamten Inspektionsbereich eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Personalstärke.

"Ding der Unmöglichkeit"

Mit Besorgnis habe Zilbauer die Meldung vernommen, dass drei Beamte der Polizeiinspektion, die in Kürze nach Erreichen der Altersgrenze in Pension gehen, nicht mehr ersetzt werden sollen. Im Zuge dieser Personalreduzierung stehe die Schließung der Dienststelle über Nacht an, wenn die Beamten auf Streife sind. "Das ist doch ein Ding der Unmöglichkeit", urteilen die Vereinsvorsitzenden.

"In einem Kernort wie Vohenstrauß muss eine 24-Stunden-Polizeipräsenz gewährleistet sein." Immerhin seien die Polizeibeamten in einem 446 Quadratkilometer großen Dienstbereich für rund 28 500 Bürger in 13 Gemeinden im Grenzgebiet zu Tschechien zuständig und gewährleisten mit ihrem Dienst ein hohes Maß an Sicherheit.

Einhellig stößt der diskutierte Stellenabbau bei den Vereinsmitgliedern auf Ablehnung. Der bisher gute Sicherheitszustand direkt an der Grenze erfordere eine Polizeiinspektion, die rund um die Uhr besetzt ist. "In der südlichen Oberpfalz werden Dienststellen aufgestockt, und wir müssen dafür bluten". Zilbauer sieht dies nicht ein.

Sollte der Personalabbau kommen, werde er den Verein sofort auflösen, wetterte Zilbauer. Die Kriminalstatistik, die im Präsidium für den Stellenabbau herangezogen werde, nannte er verzerrt. Man dürfe doch den Blick nicht allein auf Statistiken richten, die den eigentlichen Dienst verfälschen.

Alle drei Unterstützer fordern: "Die Personalstärke muss erhalten bleiben, damit unsere Polizei weiter eine so gute Arbeit leisten kann wie bisher". Wer die Polizeipräsenz in der Fläche erhalten wolle, könne nicht auf den Gedanken kommen, Personalkürzungen vorzunehmen. Die Initiatoren der Unterschriftenaktionen gaben außerdem zu Bedenken: Präventionsarbeit auf dem Rauschgiftsektor und Aufklärungs- und Ermittlungsarbeit bei Straftaten, wie etwa bei Ein- und Aufbrüchen von Wohnungen und Nebengebäuden, würden erheblich unter einer Personalreduzierung leiden.

Alle Abgänge ersetzen

Deshalb fordern sie: Keine Reduzierung der Personalstellen und Ersatz aller Abgänge. Eine weitere Forderung ist die Gewährleistung eines Ansprechpartners bei der Dienststelle in Vohenstrauß rund um die Uhr. Gespräche mit dem Polizeipräsidenten Rudolf Kraus und im Innenministerium München mit Staatssekretär Gerhard Eck stehen noch an.
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